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Pascal Bieler wird Cheftrainer beim Wuppertaler SV

Bis zum Saisonende : Pascal Bieler wird Cheftrainer beim Wuppertaler SV

Der Co-Trainer erhält das Vertrauen bis zum Saisonende. Lösung für A-Jugend gesucht.

Aus dem Interimstrainer ist schnell ein Chefcoach geworden. Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV plant mit Pascal Bieler nun auch offiziell bis zum Saisonende. In Abstimmung mit dem Vorstand hat das der neue Sportdirektor Thomas Richter am Montag so festgelegt und gleichzeitig auch Samir El Hajjaj, bislang Bielers Co-Trainer bei der U19, zum Co-Trainer der Ersten Mannschaft befördert. Zu deren Trainerteam gehören auch weiter Yilmaz Ardic als Co-Trainer und Kay Hödtke, der zwei- bis dreimal pro Woche die Torhüter trainiert.

„Ich freue mich sehr, dass man mir das Vertrauen geschenkt hat. Ich weiß sehr wohl, dass das eine anspruchvolle Aufgabe ist, und dass alle erwarten, dass wir erfolgreich sind“, sagte der 33-Jährige, der im vergangenen Jahr erst seine Trainer-A-Lizenz gemacht hat. Die Rolle als Regionalliga-Trainer hatte er bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison für acht Liga-Spiele ausgefüllt, nachdem Adrian Alipour und der WSV sich getrennt hatten.

Ganz andere Situation
als als Interimstrainer

„Jetzt ist das allerdings eine ganz andere Situation. Damals war es eine andere Mannschaft und wir waren fast gerettet, Motto: Die paar fehlenden Punkte holen wir schon noch. Jetzt spielst du fast eine komplette Rückrunde und musst alles rausholen, um den Klassenerhalt zu schaffen“, sagt Bieler. Er bittet auch bei den Fans um Unterstützung. „Mit den Verpflichtungen haben wir auch neue Erwartungen geschürt. Ich hoffe, dass der ein oder andere sagt, ich gebe der Mannschaft noch eine Chance und gehe wieder hin.“

Das hofft auch die Vereinsführung, die mit den Personalentscheidung wieder für Ruhe und Kontinuität sorgen will. Bieler ist immerhin schon dreieinhalb Jahre beim WSV. Der ehemalige U 21-Nationalspieler, in der Jugend von Hertha BSC ausgebildet, war 2016 zunächst als Spieler geholt worden, musste aber wegen Problemen mit dem Sprunggelenk und dem Knie aus seiner schon beeindruckenden Laufbahn sehr schnell passen und wurde zum Co-Trainer der A-Jugend unter Christian Britscho. Als der nach der Entlassung von Stefan Vollmerhausen zum Cheftrainer aufstieg, übernahm Bieler die A-Jugend und assistierte Britscho gleichzeitig als Co-Trainer der ersten Mannschaft. Nicht weniger als fünf Cheftrainer (Britscho, Alipour, Zimmermann, Hutwelker, Voigt) hat Bieler seitdem beim WSV erlebt - nur er war immer da und trat, nur wenn es gefordert war, ins Rampenlicht - so wie jetzt. Zwischendurch machte er zwei Trainerscheine - Elite Jugend und dann A-Lizenz.

„Für uns es sicher die beste Lösung. Sich jetzt wieder an jemand Neuen zu gewöhnen, hätte Zeit gekostet und wäre sicher nicht gut gewesen. Ich bin mit der jetzigen Entscheidung recht glücklich“, meinte Kapitän Tjorben Uphoff nach dem Training am Montag, das das neue Trainerteam erstmals in offizieller Rolle leitete.

Nachher ging es für Bieler und Samir El Hajjaj noch zur A-Jugend, die das Duo vorläufig mitbetreuen soll, bis dort Unterstützung gefunden ist. „Für die A-Jugend werden wir zeitnah eine Lösung präsentieren. Sie hat eine große Aufgabe und das ist für den Verein nicht weniger wichtig“, sagt Thomas Richter und formuliert die Vorhaben so: „Für die Erste Mannschaft gilt es, so viele Punkte wie möglich zu sammeln und möglichst ein paar Plätze zu klettern, für die A-Jugend, die Klasse zu halten.“ Dort geht die Saison eine Woche später, am 2. Februar, gegen Düsseldorf und dann beim Tabellenletzten Aachen gleich mit ganz wichtigen Spielen weiter. Das Regionalligateam muss am kommenden Samstag nach Dortmund.