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Pascal Bieler ist der Trainer für besondere Fälle beim Wuppertaler SV

Fußball : Bieler: „Wir müssen standhaft sein“

Der Trainer ist zum zweiten Mal in Doppelfunktion für den Wuppertaler SV im Einsatz.

In seiner noch jungen Trainerlaufbahn hat Pascal Bieler bereits zum zweiten Mal für den Wuppertaler SV eine verantwortungsvolle Doppelfunktion übernommen. Am Samstag (Anstoß 14 Uhr, Stadion Rote Erde) ist er als Cheftrainer zunächst für das Regionalligateam des WSV im Spiel gegen die U 23 von Borussia Dortmund verantwortlich, am Sonntag steht er bei den A-Junioren des WSV im Niederrheinpokalspiel beim ASV Tiefenbroich an der Seitenlinie.

„So ein Spiel darf es nicht wieder geben“. Mit diesem Satz zitierte die WZ Pascal Bieler, als die U 19 des WSV am ersten Spieltag in der Junioren-Bundesliga mit 2:9 gegen Borussia Dortmund untergegangen war. Die klare Ansage an seine Spieler zeigte Wirkung. Seitdem sind dem WSV-Nachwuchs weitere deprimierende Schlappen gegen die Topteams der Liga erspart geblieben. Die Mannschaft steht im Abstiegskampf „über dem Strich“.

„So ein Spiel darf es nicht wieder geben“. Dieser Satz hätte auch auf einige Vorstellungen des Regionalligateams des WSV in der Hinrunde gepasst, als die Mannschaft nach einem Superstart oft hilflos wirkte, wochenlang ohne Erfolgserlebnis blieb und in eine tiefe Krise rutschte. Dass der WSV im letzten Spiel des vergangenen Jahres in Aachen drei Punkte holte, war mehr als nur ein Hoffnungsschimmer. Wichtiger aber ist, dass sich die Mannschaft mit ihren Neuzugängen unter der Leitung von Pascal Bieler in ihrer Leistung stabilisieren kann.

Mit den A-Junioren ist Bieler das gelungen. „Nach dem 2:9 gegen Dortmund haben wir gegen jeden Gegner auf Augenhöhe gespielt. Leider nicht immer über 90 Minuten, aber wir sind auch in schwierigen Situationen standhaft geblieben“, sagt Bieler. Standhaftigkeit, so Bieler, sei die Voraussetzung, um mutig und mit Selbstvertrauen im Abstiegskampf zu bestehen. In dieser Ausrichtung wird der neue Chefcoach des WSV von Sportdirektor Thomas Richter gestärkt, der davor warnt, bei der Bewertung von Spielen und Spielern vorschnell in Extreme zu verfallen.

Am 9. August bezwang der WSV die U 23 von Borussia Dortmund mit 1:0, nachdem die Borussen viermal an Pfosten und Latte gescheitert waren. Damals spielte der WSV in folgender Aufstellung: Edin Pepic, Nesseler, Uphoff, Müller, Grebe, Ametov, Osygus, Meurer, Knechtel, Nedim Pepic, Marzullo. Im Rückspiel dürfte es einige Veränderungen in der Anfangsformation geben, denn der WSV hat in der Winterpause personelle Wechsel vorgenommen. Bis auf Noah Salau und Daniel Nesseler sind alle Spieler im WSV-Kader einsatzbereit. Auch Zugang Ali Ceylan hat nach seiner Sprunggelenksverletzung aus der Partie in Hannover wieder das Training aufgenommen. „Für Tom Meurer kommt nach seiner längeren Verletzungspause das Spiel in Dortmund aber noch zu früh“, sagt Pascal Bieler.

Enge Klammer zwischen
U19 und dem Regionalligateam

Die Anfangsformation für die Partie in Dortmund will Bieler nicht verraten, obwohl er einem möglichen Überraschungseffekt keine große Bedeutung zuordnet. „Die Dortmunder werden sich weniger Gedanken um den WSV machen. Sie wollen ihre Stärken ausspielen und ihr Spiel durchsetzen“, so Bieler. Welches Potenzial der BVB-Nachwuchsbereich aufweist, ist hinreichend bekannt. Giovanni Reyna aus der U 19 gab kürzlich sein Debüt im Bundesligateam des BVB. Und für den 15-Jährigen Youssouffa Moukoko bemühen sich die Dortmunder aktuell um eine Sondergenehmigung für das Bundesligateam für die kommende Saison.

Über derartige Senkrechtstarter verfügt der Jugendtrainer Pascal Bieler nicht. „Ein Vorteil ist, dass ich beide Mannschaften sehr gut kenne. Ich denke, wir werden immer wieder einmal U 19-Spieler im Training der ersten Mannschaft haben, geplant ist nicht, Spieler hochzuziehen. Mein Wunsch ist es, dass alle Mannschaften des WSV ihre Saisonziele erreichen.“