TVB Wuppertal verliert erstes Kräftemessen gegen den Nachbarn Gräfrath

Damen-Handball : Vipers holen den Beyeröhde-Cup

TVB Wuppertal verliert im Turnier die Partie gegen den Bergischen Rivalen Gräfrath.

 Zwei Wochen vor dem Saisonstart zeigt sich der TVB Wuppertal für die 2. Handball-Bundesliga der Frauen gerüstet. Beim eigenen „Beyeröhde-Cup“ mussten sich die Wuppertaler Handballgirls lediglich dem Bundesligisten Bad Wildungen Vipers und dem Lokalrivalen HSV Gräfrath geschlagen geben. Dabei hielt die Mannschaft von TVB-Trainerin Dagmara Kowalska gegen die späteren Turniersiegerinnen aus Bad Wildungen lange mit und blieb beim 7:7 zur Halbzeit der 2 x 15 Minuten dauernden Partien lange auf Augenhöhe. Am Ende hatte der TVB mit 12:15 das Nachsehen.

Mit der kurzfristigen Absage des FSV Mainz, dem zweiten Erstligisten im Turnier mussten die Organisatoren um TVB-Chef Norbert Koch kurzerhand den Tunriermodus ändern. Statt zwei Gruppen mit drei Teams entschied man sich für den Modus „jeder gegen jeden“. „Natürlich ist so eine kurzfristige Absage unglücklich, aber Mainz hat wohl viele Verletzte“, sagte Stefan Müller, Abteilungsleiter des TVB. Allerdings zeigten sich gerade die Verantwortlichen aus Bad Wildungen von der Absage der Mainzerinnen verärgert. „Es ist für uns eine wichtige Phase der Vorbereitung. Daher hatten wir diesen Belastungstest mit eingeplant“, sagte einer der Viper-verantwortlichen.

Nach Rücksprache mit den teilnehmenden Teams stellten die Beteiligten den Plan extra noch einmal um, damit der Erstligist zwei Spiele hintereinander bestreiten konnte. Dadurch geriet das Bergische Derby zwischen dem TVB Wuppertal und dem 2.Bundesligaaufsteiger HSV Gräfrath ans Ende des Turniers. Und ausgerechnet im Derby bauten die Langerferlderinnen ab.

Die Gräfratherinnen – mit Co-Trainerin Steffi Osenberg, Sandra Münch, Mandy Reinartz sowie Franziska Penz bekamen zu spüren, dass in der zweiten Liga ein rauer Wind herrscht. Gegen den Gastgeber schien der Aufsteiger allerdings besonders motiviert zur Sache zu gehen.

Von einer Wachablösung wollte beim TVB keiner sprechen

Von einer Wachablösung wollte nach der 9:12-Niederlage im Geschwisterduell Luisa (TVB) und Amelie (HSV) Knippert allerdings weder TVB-Chef Norbert Koch, noch Abteilungsleiter Stefan Müller reden. „Natürlich hätten wir nach den guten Leistungen im Turnier gegen den Aufsteiger gerne gewonnen“ sagte Norbert Koch. Es ist immer noch die Vorbereitungsphase. Mehr nicht“, so Müller.

TVB-Trainerin Dagmara Kowalska sah es ähnlich. „Wir haben gegen gute Gegner gespielt. Wir sind aber immer noch nicht da, wo wir hin wollen“, sagte die ehemalige Bundesligaspielerin, die durch einen Bänderriss kurzfristig auch auf Hannah Kamp verzichten und erneut mit einem Minikader auskommen musste. „Und dafür hat sich die Mannschaft toll geschlagen. Vor allem hat sich keine Spielerin zusätzlich verletzt“, so Dagmara Kowalska.

Für Spannung sorgte auch die Zweitvertretung des Bundesligisten BVB. Die körperlich unterlegenen Dortmunderinnen stellten gegen jeden Gegner ihre gute Ausbildung unter Beweis. Auch wenn es nur zu einem Sieg gegen HSV Gräfrath reichte, bekam die Mannschaft von Tobias Fenske von allen Seiten Lob.

„Es war ein sehr schönes Turnier, bei dem alle Teams aufgezeigt bekamen, wie weit sie sind und woran sie noch arbeiten müssen. Zumindest wissen wir das jetzt“, sagte Steffi Osenberg. Dass die wohl erfolgreichste Spielerin der Vereinsgeschichte auf der Bank des Gegners saß, war für viele Zuschauer ein irritierendes Bild.

Für den TVB geht es in der kommenden Woche in der ersten Runde des DHB-Pokals im ersten Pflichtspiel zum Ligakonkurrenten SG Kirchhof. Vielleicht dann mit der einen oder anderen personellen Verstärkung auf der Bank.

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