Wuppertaler Vereine punkten fleißig weiter in der Fußball-Bezirksliga

Fußball-Bezirksliga : Ronsdorf bleibt Spitzenreiter FSV auf den Fersen

In der Nachspielzeit kassiert das Team vom Freudenberg den 1:1-Ausgleichstreffer beim ASV Mettmann. Siege für den TSV und FSV. Nur der ASV Wuppertal geht leer aus.

ASV Mettmann – SSV Germania 1:1 (0:1). Der Aufsteiger aus Wuppertal fuhr als Außenseiter nach Mettmann, denn die Mettmanner gehören zu den Favoriten auf den Aufstieg. Doch in der ersten Spielhälfte sah man davon nichts. Germania war die deutlich bessere Mannschaft und hatte Chancen, um deutlicher als nur mit 1:0 zu führen. Die Führung erzielte Neuzugang Victor Raab, sein erster Treffer im Trikot der Wuppertaler. Nach der Pause drückten die Gastgeber auf den Ausgleich, doch SSV-Torhüter Justin Herkenrath hielt die Führung fest und parierte unter anderem einen Foulelfmeter. Gianluca Lio und Christian David hatten bei Kontern die Möglichkeit, den zweiten Sieg in Folge sicherzustellen, scheiterten aber am Keeper des ASV Mettmann. Das rächte sich in der Nachspielzeit, als Mettmann doch noch zum insgesamt verdienten Ausgleich kam. „Unterm Strich sind wir mit dem Punkt und vor allem mit der Leistung sehr zufrieden, auch wenn wir 60 Minuten in Führung gelegen haben und nicht viel zum Sieg gefehlt hat“, sagt Dirk Müller, sportlicher Leiter des SSV Germania.

ASV Wuppertal – SSVg Velbert U23 2:5 (1:2). Erneut musste das Team von Fabrice Makiadi Lehrgeld bezahlen und der offensiven Spielweise Tribut zollen. Der ASV Wuppertal unterlag der SSVg Velbert U23 klar mit 2:5 (1:2) und kassierte wie in der Vorwoche erneut zu viele Gegentore. „Das ist bitter, denn wir haben wieder mutig nach vorn gespielt und wurden dafür bestraft“, war Makiadi die Enttäuschung anzumerken. Es fehle seiner Mannschaft einfach der letzte Biss vor dem Tor und im Aufbau verliere man zu häufig den Ball. Nach dem 1:0 der Gäste (30.) hatte Yannick Hünninghaus nach schöner Einzelleistung bereits in der 33. Minute den Ausgleich besorgt, bevor Ilias Zibuh die Pausenführung gelang (41.), die wie schon beim ersten Gegentor einer Kontersituation entsprang. Trotz einer Ampelkarte mit dem Pausenpfiff nutzten die Velberter die Ballverluste der Gastgeber, die ein halbes Dutzend guter Torchancen besaßen, auch im zweiten Durchgang eiskalt aus und zogen auf 5:1 davon. Henock Manata per Freistoß stellte den 2:5-Endstand (82.) her.

FSV Vohwinkel – SC 08 Radevormwald 2:1 (0:1). Mit dem vierten Sieg in Folge führt der FSV Vohwinkel nach dem 2:1 (0:1)-Sieg die Tabelle vor dem TSV Ronsdorf souverän an. Allerdings tat sich die Elf von Günter Abel gegen den SC 08 Radevormwald, der aus den ersten drei Partien lediglich ein Pünktchen holte, über weite Strecken sehr schwer. Jens Perne avancierte nach der Pause erneut zum Matchwinner und sicherte mit seinen beiden Treffern in der Schlussphase den Sieg und sorgte so dafür, dass die Füchse weiterhin mit weißer Weste dastehen. „Viele unserer Spieler konnten unter der Woche nicht trainieren und waren kräftemäßig bei den Temperaturen überfordert“, war Abel bereits während der Partie zu häufiger Rotation gezwungen. Nach der frühen Gästeführung durch Jan Keller per Kopf (8.) trafen die Vohwinkler Akteure zu oft die falsche Entscheidung gegen kompakt stehende Gäste, die sich in der Schlussphase noch eine Ampelkarte einhandelten. Es dauerte bis zur 68. Minute, ehe Perne auf Zuspiel von Toni Zupo zunächst der Ausgleich und sechs Minuten später nach Hereingabe von Shuta Morimoto die Entscheidung gelang.

TSV Ronsdorf – FC Brittania 3:0 (3:0). Nach einem hoch verdienten 3:0 (3:0)-Erfolg gegen überforderte Solinger bleibt der TSV Ronsdorf auf Tuchfühlung zu Spitzenreiter FSV Vohwinkel und sicherte den zweiten Tabellenplatz ab. Bei schwülem Sommerwetter wollten die Zebras von Beginn an zeigen, dass es nur einen Sieger geben kann: im Minutentakt erspielten sie sich erstklassige Torchancen. Doch weder Kapitän Marc Morsbach, der in der sechsten und siebten Minute zweimal vertändelte und dabei nur das Aluminium traf, noch der aufgerückte Dominik Hahn nach einem Freistoß aus 25 Metern, dessen um die Mauer gezirkelter Schuss ebenso den Pfosten touchierte, sorgten für Beruhigung. Die Solinger stießen nur sporadisch in die gegnerische Hälfte vor und hatten, wenn, in Bastian Kreienbaum ihren Initiator. Die rund 120 Zuschauer, davon einige Solinger Anhänger, hatten nur wenig Grund zur Freude. Ein Schuss von Kevin Tiedtke nach einer halben Stunde war die bis dahin beste Chance für die Klingenstädter gewesen. Gerade, als nach einigen Ballverlusten der Zebras etwas Unruhe aufkam, erlöste „Kopfballmonster“ Rodrigue Deadwood, der auch in der Folge zahlreiche Kopfbälle mit seinen gerade einmal 1,76 Meter gewinnen konnte, sein Team und die Ronsdorfer Fans (34.) und die Bank um TSV-Coach Denis Levering, der Anfang der Woche zum zweiten Mal Papa geworden war. Ein schönes und glückliches Bild zum Herzerweichen bot sich auf der Gegengeraden: unter den Zuschauern waren seine Frau Miriam, Töchterchen Clara-Sophie (5) und der kleine, gerade einmal sechs Tage alte Jan – standesgemäß eingehüllt in einen TSV-Ronsdorf-Body. Da wurde das Spiel für die Umstehenden leicht zur Nebensache. Auch wenn Deadwood nach 40 Minuten erneut höher als seine Gegenspieler stieg, Keeper Marcel Siemens noch abwehren konnte, aber gegen den überlegten Nachschuss von Sven von der Horst machtlos war. Mit diesem Rückstand waren die Gäste gut bedient. Als Morsbach in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit einfädelte, entschied der Unparteiische auf Strafstoß. Hahn traf auch in der Wiederholung sicher zum 3:0-Pausenstand. Die Solinger, die sich gegen Kupferdreh-Byfang noch ein beachtliches Remis erkämpft hatten, enttäuschten auch im zweiten Durchgang und ließen gegen die Zebras ein ums andere Mal Torchancen zu. Weder die eingewechselten Prosper Malua-Kikangila oder Ans Al Khalil oder Pascal Homberg konnten das Ergebnis hochschrauben, so dass die Gäste mit einem 0:3 noch relativ glimpflich vom Hof kamen. lars/ryz

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