Velbert : Wenn der Po juckt, brennt und blutet

(HBA) Hämorrhoiden sind etwas ganz Natürliches, denn viele Menschen haben sie. Wenn es an den Stellen juckt, brennt oder blutet ist es den Betroffenen unangenehm, einen Arzt aufzusuchen. Dr. Katja Staade, Chefärztin der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Helios Klinikum Niederberg, klärt am Dienstag, 1. September, ab 18 Uhr deshalb in ihrem Vortrag über moderne Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten der Proktologie auf.

Je früher behandelt wird desto erfolgreicher ist die Therapie

„Hämorrhoiden werden erst dann krankhaft oder verursachen Symptome, wenn sie ihre ursprüngliche Position verlassen und nach außen vorwandern und sich das Blut staut“, erklärt Expertin Staade. Die Chefärztin weiß, dass viele über dieses Tabuthema nicht gerne reden und noch weniger einen Arzt aufsuchen möchten. Auch jüngere Leute und Schwangere können an Hämorrhoiden leiden. „Eine Behandlung ist am erfolgreichsten, wenn man sich früh behandeln lässt. Bei anhaltenden Beschwerden, Blutungen und Schmerzen sollten sich auch jüngere Menschen in proktologische Behandlung begeben. Wir bieten bei uns Untersuchungen von Frau zu Frau und natürlich auch von Mann zu Mann an“, erklärt die Medizinerin.

Hinweise auf Hämorrhoiden sind zum Beispiel Nässen, Juckreiz und vor allem Blutungen. „Im frühen Stadium kann häufig bereits eine Salbe oder eine Verödung helfen. Sollte der Betroffene allerdings doch noch eine Operation benötigen, wird diese schonend und relativ schmerzfrei durchgeführt“, versichert Staade. Präventiv rät die Ärztin zu viel Bewegung, viel Trinken, einer ballaststoffreichen Kost und einer guten Hygiene.

Katja Staade gibt den Zuhörern am Dienstagabend an der Robert-Koch-Straße 2 im Rahmen der Vortragsreihe „Medizinforum“ einen Überblick über den derzeitigen medizinischen Stand. Nach dem Vortrag haben die Anwesenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Um eine vorherige Anmeldung unter Telefon 02051/982 20 01 (Sekretariat Allgemein- und Viszeralchirurgie) wird gebeten. Die Teilnahme ist auf 32 begrenzt. Die Besucher werden gebeten ihren Mund-Nasen-Schutz mitzubringen.