Wülfrath : Wiedereröffnung des Awo-Treffs

. Seit dem Lockdown Mitte März war es still in der Awo-Begegnungsstätte an der Schulstraße. Die Senioreneinrichtung musste den Vorgaben der Landespolitik folgen und die Angebote auf unbestimmte Zeit einstellen.

„Das war ganz besonders für die Besucher und Ehrenamtler sehr schwer, weil sie sich in einer kompletten Isolation befunden haben“, erklärt Einrichtungsleiterin Cornelia Weimer.

Einen ersten Lichtblick gab es mit der Sommertour. Diese fand vom 17. bis zum 23. August mit 24 Senioren statt. „Die Tour hat uns an die Mosel, genauer nach Traben-Trabach geführt“, verrät Cornelia Weimer. Eben diese Fahrt hat den Vorstand um Peter Zwilling bewogen, auch das Einrichtungsangebot wieder aufzunehmen. Ab September können sich Besucher wieder über wechselnde Programmpunkte freuen. Darunter auch das Mittagessen, welches vor dem Pandemie-Ausbruch bis zu 60 Besucher anlockte. „So viele Menschen werden wir noch nicht wieder bewirten können“, so Peter Zwilling. Serviert wird am Tisch, die Besucher müssen bis zum Platz eine Maske tragen. „Wir halten uns streng an die vorgegebenen Hygienemaßnahmen“, versichert Cornelia Weimer. Neben dem beliebten Mittagessen, welches im 14-Tage-Rhythmus stattfinden wird, werden auch das Awo-Frühstück sowie das Awo-Sonntagscafé wieder initiiert. „Auch die Zwar-Basistreffen dürfen wieder stattfinden“, so die Einrichtungsleiterin, die im Zuge dieser Genehmigung von bürokratischen Hürden berichtet. „Denn jede Gruppe musste ein eigenes Hygienekonzept erstellen.“ Auf dem neuen Programmflyer, der ab sofort in der Begegnungsstätte ausliegt, sind auch Tagesfahrten angekündigt. Wohin diese führen werden, steht allerdings noch nicht fest.

Die Finanzierungsfrage beschäftigt auch Peter Zwilling, der mit einem aktuellen Crowdfunding-Projekt bisher rund 3000 Euro erwirtschaften konnte. „Wir haben auch weitere Spenden aus der Bürgerschaft erhalten“, so der Vereinsvorsitzende, der sich zudem an das Heimatministerium wandte. „Wir hoffen, eine Förderung von 11 000 Euro vom Land NRW zu erhalten, um unsere Kosten decken zu können. Pro Monat sind durch Mieteinbußen rund 6000 Euro Verlust zu verbuchen.“