Neviges : Stadtgarten lädt bald zum Feiern ein

Der Arbeitskreis im Bürgerverein Hardenberg-Neviges bereitet Eröffnung in der zweiten Junihälfte vor.

Gut Ding will Weile haben: Ursprünglich wollte der Bürgerverein Hardenberg-Neviges bereits im vergangenen Jahr den Stadtgarten zu einem kulturellen und gesellschaftlichen Treffpunkt machen. Aber es ging nicht alles so reibungslos wie gewünscht. Nachdem im Vorjahr ein entsprechender Vertrag zwischen den Technischen Betrieben und dem Bürgerverein geschlossen wurde, soll nun in diesem Sommer im Stadtgarten musiziert und gefeiert werden.

„Alle Arbeiten sind beauftragt“, teilt Friedrich-August Tonscheid zufrieden mit. „Die Fläche für das Gerätehaus ist hergerichtet, da müssen noch Platten drauf, dann kann es aufgebaut werden. Die Plattierung, wo man eine Bühne aufstellen könnte, wird auch neu hergerichtet. Die Arbeitsgruppe Stadtgarten arbeitet mit Hochdruck an dem Projekt, die treffen sich mindestens einmal in der Woche.“ Eine Boule-Bahn und ein Schachbrett sollen den Garten zusätzlich attraktiv ­machen.

Ein Stromverteiler wird ebenso installiert wie ein Hydrant

Absprachen mit den Stadtwerken sind erfolgt. „Die stellen uns neben dem Gerätehaus eine Kiste für Strom auf, dazu kommt ein Hydrant, aber in moderner Form. Daneben wird ein Leerrohr eingezogen, das mit einem Glasfaserkabel bestückt werden kann, falls es mal so weit kommt, dass mal ein Public Viewing kommt“, blickt Tonscheid in die Zukunft. Derzeit wird die Eröffnung geplant, die voraussichtlich in der zweiten Junihälfte stattfinden soll. „Es wird nicht nur Essen und Trinken geben, sondern auch ein bisschen mehr“, verspricht der Bürgervereinschef und möchte mehrere Kunsthandwerker für diesen Termin gewinnen. Andere Vereine kümmern sich um das kulinarische Angebot, auch einige Betriebe aus der Fußgängerzone werden mitmachen, wie zum Beispiel die Weinhandlung Stellwag. „Wenn sich Vereine was für die Mannschaftskasse verdienen wollen, geht das auch in Ordnung“, sagt Tonscheid.

Der Bürgerverein greift tief in seine Schatztruhe, um eine Grundausstattung an Tellern, Tassen und Gläsern anzuschaffen. „Wir dürfen kein Einweggeschirr benutzen, das ist vertraglich so festgelegt. Das Geschirr sowie Tische und Bänke werden in dem Gerätehaus gelagert. Zum Abwaschen wäre ein Spülmobil am einfachsten, die Kosten müssten dann umgelegt werden.“

In einem Schreiben wird der Bürgerverein die anderen Nevigeser Vereine und Organisationen darauf aufmerksam machen, an dem neuen Veranstaltungsort im Herzen der Stadt ein Fest aufzuziehen. „Die Stadthalle steht zwar nicht mehr zur Verfügung, dafür der Stadtgarten. Das ist natürlich wetterabhängig, aber damit muss man leben“, schränkt August-Friedrich Tonscheidt ein, der keine Schwierigkeiten sieht, die Eröffnung musikalisch zu gestalten: „Der Chor Plan B hat sich angeboten, der Rhythmus-Chor ist dabei. Die Mitglieder des ehemaligen Männergesangvereins Liederkranz, die jetzt meistens in Wülfrath singen, haben sich auch angeboten.“

Daneben hat Tonscheid den Kinderspielplatz in den Blick genommen. „Der sieht ja fürchterlich aus. Ich werde in dieser Woche reiche Nevigeser anschreiben, damit der neu gestaltet wird. Vorstellbar ist auch, dass jemand eine Patenschaft übernimmt. Spenden sind willkommen, zumal der Bürgerverein auch wieder Spendenquittungen ausstellen darf.“

Inzwischen konnte der Bürgerverein auch skeptische Anwohner beruhigen. „Eine Dame regte sich auf, weil sie Bedenken hatte, wir würden eine Riesenhalle in den Stadtgarten bauen. Mittlerweile denkt sie ganz anders und hat uns sogar Verbesserungsvorschläge gegeben.“