Neviges: Große Nachfrage nach Wohnungen in neuem Haus

Neviges : Große Nachfrage nach Wohnungen in neuem Haus

Das Wohn- und Geschäftshaus an der Elberfelder Straße ist im September fertig.

. Ein Kran und Bauzäune kennzeichnen derzeit die Elberfelder Straße in Höhe der Stadtteilbibliothek. Der Neubau mit der Hausnummer 63 schreitet voran. „Witterungsbedingt konnten zweieinhalb Wochen keine Bauarbeiten durchgeführt werden, jetzt geht es weiter, wir sind schon in der dritten Etage“, so Architekt Jany Kernche. Am Freitag hatte die Baustelle unangemeldeten Besuch vom Amt für Arbeitsschutz bekommen. „Es war soweit alles in Ordnung, nur eine Kleinigkeit wurde bemängelt.“

Ursprünglich wollte der Düsseldorfer Bauherr Werner Schneider, der das 1903 erbaute Wohnhaus erworben hatte, sanieren. „Aber das wäre nicht wirtschaftlich gewesen, man hätte eine völlig neue Statik berechnen müssen und die Brandschutztechnik wäre auch sehr aufwändig geworden.“

Im Frühjahr des vergangenen Jahres begann der Abriss - sehr behutsam, um die benachbarten Häuser nicht zu beschädigen. Mit der Fertigstellung rechnet der Architekt gegen Ende September. „Das ist ein anspruchsvoller Neubau, weil eine gemeinsame Giebelwand in das Gesamtkonzept integriert werden musste“, schildert der Wuppertaler Baumeister, der enge Beziehung zu Neviges hat, unter anderem, weil seine Großmutter hier gelebt hatte.

„Bei der Ausschachtung sind wir auf ein nicht erwartetes Bruchsteinfundament gestoßen. Die Steine haben wir herausgenommen und sie durch eine lastabtragende Bodenplatte ersetzt.“ Darüber hinaus erfordert das Bauen in der Fußgängerzone besondere Rücksichtnahmen. „Wegen des Wochenmarktes können am Donnerstagvormittag keine Materialien angeliefert werden, hinzukommt, dass in dieser Zeit nur lärmreduziert gearbeitet werden darf. Damit haben sich die Baufirmen inzwischen arrangiert.“

Die besonderen Schwierigkeiten des Neubaues mit seinen Überraschungen sorgen für eine Verteuerung der Baukosten, die voraussichtlich bei rund 1,2 Millionen Euro liegen werden. Das neue Wohn- und Geschäftshaus wird über eine Luft-Wärmepumpe beheizt, ist mit einem Aufzug ausgestattet, mit dem die acht barrierefreien Wohnungen in einer Größe zwischen 60 und 65 Quadratmeter bequem erreicht werden können. „Es gibt bereits jetzt ganz viele Anfragen dafür“, freut sich der Architekt. „Es existiert schon eine Liste von Interessenten, aber noch ist keine Wohnstätte vergeben worden.“

Dafür ist das Ladenlokal fest vermietet. „Da zieht auf zwei Etagen die Logopädische Praxis von Stephanie Busse rein, sie kooperiert mit einer Heilpraktikerin“, verrät der Architekt. „Die Praxis befindet sich noch an der Lohbachstraße, von dort schaut man auf die Baustelle, und so ist Frau Busse drauf aufmerksam geworden.“

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