Velbert: Erheblich weniger Kriminalfälle in Velbert

Velbert : Erheblich weniger Kriminalfälle in Velbert

Rauschgiftdelikte haben allerdings deutlich zugenommen – ein Plus von 32,2 Prozent.

. „Die schönste Kurve von allen ist die der Einbruchskriminalität.“ Manfred Frorath, Leiter der Abteilung Polizei, stellte gestern zusammen mit Kreisdirektor Martin M. Richter und Achim Spröde, Leiter der Direktion Kriminalität, die Kriminalstatistik 2018 in der Mettmanner Kreispolizeibehörde vor. Insgesamt bilanzierten sie ein Zehn-Jahres-Tief was die Gesamtzahl der Straftaten angeht. Der Kreis Mettmann sei einer der sichersten in ganz Nordrhein-Westfalen.

Bei Einbrüchen gibt es einen Rückgang von 17,05 Prozent gegenüber 2017. Das waren 107 Fälle, zuvor 129. Die Schließung der Balkanroute als Ursache erachtet er als spekulativ, es hätten auch Tätergruppen aus Lettland hier ihr Unwesen getrieben. Die bräuchten diese Verbindung nicht. Ein wichtiger Faktor sei, dass die Menschen ihre eigenen vier Wände besser schützten. „Aktionen wie ,Riegel vor’ haben sicher dazu beigetragen, dass die Zahl der Einbrüche deutlich gesunken ist“, meint Manfred Frorath. Bemerkenswert sei, dass sich die Zahl der verübten und versuchten Einbrüche langsam drehe. Es also mehr gescheitere als erfolgreiche Versuche gebe. Auch aufmerksame Nachbarn verhinderten immer wieder Einbrüche. Aber: „Wir trauen dem Braten nicht, wir bleiben dran“, versicherte Manfred Frorath. Er weiß, dass sich dieser aktuell positive Trend schnell wieder in eine andere Richtung entwickeln könnte.

Die Gesamtzahl der Straftaten ist laut Statistik von 4331 auf 3969 gesunken. Die Aufklärungsquote liegt bei 62,33 Prozent. 2017 hatte sie noch bei 58,42 Prozent gelegen. Insgesamt wurden 1862 Tatverdächtige ermittelt, davon waren 438 unter 21 Jahre alt. Von den 865 Straftaten konnten 522 aufgeklärt werden. Auch die Straßenkriminalität ist signifikant zurückgegangen. Im Vorjahr stehen 857 Fälle den 1011 Fällen aus dem Jahr 2017 gegenüber. Die Aufklärungsquote wiederum stieg von 17,61 auf auf 23,92 Prozent. Dagegen war die Gewaltkriminalität ebenfalls rückläufig, aber nicht besonders deutlich. 174 Fälle gab es 1018, 183 im Jahr zuvor.

Prozentual stark angestiegen sind Rauschgiftdelikte in Velbert. 32,2 Prozent mehr wurden verzeichnet. 213 Fälle wurden registriert, 2017 waren es noch 161. Die Aufklärungsquote ist mit 96,71 Prozent seht koch – das war sie auch schon 2017 mit 95,65 Prozent. Nicht zueltzt aufmerksame nachbarn informierten immer wieder die Polizei, so Manfred Frorath.

Mehr von Westdeutsche Zeitung