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Wülfrath: Die CDU will „Mehr für Wülfrath“

Wülfrath : Die CDU will „Mehr für Wülfrath“

. „Mehr für Wülfrath.“ Unter diesem Slogan zieht die CDU in den Kommunalwahlkampf. Die Christdemokraten stellten nun ihr Wahlprogramm im Café am Zeittunnel vor. Die Stichworte sind unter anderem „Strategie 22 plus“, die Steigerung der Einwohnerzahl auf mehr als 22 000 Bürger, weitere Unternehmen ansiedeln, um neue Arbeitsplätze zu schaffen, die Kalkstadt als attraktiven Standort in der Region Düsseldorf, Essen und Wuppertal mit verstärkter Öffentlichkeitsarbeit besser vermarkten, eine neue strategische Ausrichtung der Wirtschaftsförderung für einen besseren Mix aus Produktion, Dienstleistung und Handel, mehr Wohnraum für die Stadt, zusätzliche Einkaufsmöglichkeiten, mehr Bildung und eine Ausweitung der Digitalisierung, eine Steigerung der Mobilität, die Stärkung des Ehrenamtes, Umwelt- und Klimaschutz sowie Sicherheit und Sauberkeit.

Bürgermeisterkandidat Andreas Seidler skizzierte zudem, wie er die Rolle des Verwaltungschefs sieht. „Der Bürgermeister ist der erste Außendienstmitarbeiter der Stadt, Ansprechpartner für Bürger, Industrie und Gewerbe“, sagte der 52-Jährige. „Wir müssen uns um die Brachflächen kümmern, zum Beispiel die Hebmüller-Hallen“, so der Bürgermeisterkandidat weiter. Arbeitsplätze möchte er schaffen, Unternehmen vom Standort Wülfrath überzeugen. Andreas Seidler stellt sich auch mehr Bürgerbeteiligung vor. „Das habe ich nicht erfunden, dies gab es bereits beim ehemaligen Bürgermeister Uli Eilebrecht.“ Viele Bürger hätten gute Ideen, möchten allerdings nicht politisch tätig werden. „Dieses Wissen liegt schon lange brach“, meint Andreas Seidler. Zur Bürgernähe zählt er auch eine Überarbeitung der Website der Stadt. Diese sei zu ­unübersichtlich.

Patrick Schneider kann sich vorstellen, dass Anträge oder die Bezahlung von Gebühren digital stattfinden könnten. Auch die Schulen sollten digital besser ausgestattet werden, mit Hilfe des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Thema Bildung hat sich auch Elke Platzhoff auf die Fahnen geschrieben. Diese beginne nicht ab einem bestimmten Alter und ende auch nicht. Sie plädierte dafür, dass Mittel für Schulen schneller abgerufen werden.

Als eines seiner Lieblingsthemen bezeichnete der CDU-Fraktionsvorsitzende, Axel Effert, die nicht vorhandene Nahversorgung in der Ellenbeek. „Dort wurden Interessenten wie Aldi und Rewe vergrätzt, selbst Mc Donald’s hat man vergrault.“ Tante-Emma-Läden würden nicht mehr kommen. Also müsse man sich Gedanken machen, wie ein Nahversorger von dem Standort überzeugt werden kann. Dies gehe nicht mit Größenbeschränkungen, da diese Unternehmen strikte Vorgaben diesbezüglich haben. Im Fokus der CDU steht auch die Stärkung des Ehrenamtes, wie Elke Platzhoff betonte. Die Initiative „WIR“ will die CDU unterstützen, das ehemalige VHS-Haus Wülfrather Vereinen zur Verfügung stellen, wenn dies wirtschaftlich vertretbar sei, modernisiert. Auch das neue Team vom Zeittunnel sieht die CDU positiv. „Wir müssen aber auch an die Ehrenamtler denken, die im Hintergrund agieren, etwa für Schulen oder Sportvereine“, so Elke Platzhoff weiter. Die Wertschätzung müsse für alle großgehalten werden.