Wülfrath : Schulhof erstrahlt in neuem Glanz

. „Vorher hat es einen Schulhof gegeben, den wir aus unserer Kindheit kennen. Es war klar, wir müssen etwas tun.“ Tiefbauamtsleiter Martin Groppe stellt zusammen mit dem Landschaftsarchitekten Wolfgang Prechler den Stand der Tiefbauarbeiten an der Sekundarschule, der Schule am Berg, vor.

Seit Beginn der Sommerferien vor gut vier Wochen stehen unter anderem die Erneuerung der Asphaltdecke und die Attraktivierung des vorderen Schulhofes auf der Aganda. Für Ersteres sind nach Angaben von Martin Groppe 234 500 Euro im Haushalt eingestellt, für Zweiteres 94 500 Euro. Fördergelder gibt es im Rahmen des Programms „Gute Schule 2020“.

Rund 30 Schüler der Klassen fünf bis neun an Planungen beteiligt

„Was ich bisher so nicht erlebt habe ist, dass sich eine Schüler-AG mit rund 30 Schülern durchmischt aus den Klassen fünf bis neun intensiv in die Planungen eingebracht hat. Wir haben uns an vier Mittwochnachmittagen getroffen und über ihre Ideen gesprochen“, erklärt Wolfgang Prechler. Freilich nicht alle Wünsche der Schüler konnten umgesetzt werden. Die Aufstellung eines Boxsacks wurde nicht realisiert, weil nur zwei Schüler gleichzeitig an dem Sportgerät trainieren können. „Bei der hohen Schülerzahl passt das nicht“, sagt Martin Groppe. Auch W-Lan sei ein wichtiges Thema gewesen, allerdings sei dies nicht frei verfügbar von der Schulleitung gewünscht.

Ihren Stempel aufgedrückt haben die Schüler hingegen im Bereich der Hauptsitzgruppe im zentralen Bereich des vorderen Schulhofes, deren Gestaltung im Sinne der Schüler angepasst wurde. Positiver Nebeneffekt der Umbauarbeiten: Die große Kastanie hat jetzt bessere Lebensbedingungen bekommen. Zuvor reichte die Asphaltdecke bis zum Stamm. „Das war nicht gut für die Kastanie“, merkt Martin Groppe an. Auch der Schulgarten wird einen neuen Platz finden, im rechten Bereich des Schulhofes. Dort soll wieder ein Hochbeet entstehen, das sich zuvor versteckt im linken Bereich befunden hatte.

Noch nicht ganz klar ist, wie am Ende der Sportbereich hinter dem Schulgebäude aussehen wird, wo zum Beispiel Fußball oder Tischtennis – die Tische sind von dem vorderen auf den hinteren Schulhof verlegt worden – gespielt werden kann. Ein großer Schülerwunsch ist es, dort noch zwei Basketballkörbe aufzustellen. Der Tiefbauamtsleiter will das noch nicht fest zusagen, allerdings sei man bisher bei allen Arbeiten im Budget geblieben. Vielleicht geht etwas in dieser Hinsicht. Auch die Stadt wäre diesem Plan nicht ­abgeneigt.

Bis zum Schulbeginn in zwei Wochen steht die Asphaltierung des vorderen Schulhofes an, mit der laut Martin Groppe in der nächsten Woche begonnen wird. „Das ist in drei bis vier Tagen bestimmt erledigt“, meint der Tiefbauamtsleiter. Auch die Feuerwehrzufahrt soll dann optimiert werden. „Wir sind immer wieder im Gespräch mit der Freiwilligen Feuerwehr“, berichtet Martin Groppe. Bisher gab es eine entsprechende Zufahrt, die aber noch Luft nach oben hatte. Der neue Haupteingang wiederum wird vielleicht Ende August fertig sein. „Dafür werden zwei trichterartige Betonwände angefertigt, die sich zum Schulhof hin öffnen“, erklärt Martin Groppe. Diese Anfertigungen seien recht aufwändig. Wegen des hohen Gewichts der einzelnen Bauteile, die ein bis zwei Tonnen auf die Waage bringen, muss zudem ein Autokran im Parkplatzbereich aufgestellt werden.

Neu ist auch, dass es im vorderen Bereich des Schulhofes eine lange Hecke zur Straße hin geben wird. In zwei Wochen soll dies realisiert werden, so Wolfgang Prechler. Bisher war dort nur ein baufälliger Zaun.

Auch im Inneren des Gebäudes sind aktuell Handwerker bei der Arbeit. Die Errichtung einer neuen Trennwand im Obergeschoss zwischen dem Bereich „Silentium“ und dem „Kunstraum“ steht auf dem Programm. Zudem soll die Abhangdecke inklusive LED-Beleuchtung im Dachgeschoss des Hauptgebäudes erneuert werden. Die Auftragssumme dafür beträgt nach Angaben der Stadtverwaltung 31 000 Euro (die WZ berichtete).

Die gesamten Arbeiten an der Schule am Berg waren eigentlich in den Sommer- und Herbstferien geplant. „Wir werden auf jeden Fall früher fertig, die Herbstferien brauchen wir sicher nicht“, erklärt Tiefbauamtsleiter Martin Groppe ­zufrieden.