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Langenfeld setzt statt auf ein Autokino aufs Rex

Langenfeld : Rex-Kino wird für Neustart gerüstet

Ab dem 30. Mai dürfen Kinos in NRW wieder öffnen. Schauplatz-Chef Georg Huff bereitet das Rex vor, stellt die Autokino-Pläne vorerst zurück.

Die Nachbarstadt Monheim hat in der Corona-Krise gleich drei Bühnen mit großen Videoleinwänden aufgebaut, vor denen das Publikum durch die Windschutzscheibe des eigenen Autos Kino, Kabarett oder sonstige Kultur geboten bekommt. Für Langenfeld hatte Schauplatz-Chef Georg Huff wegen der Zwangspause seiner Spielstätten ein Autokino auf dem Großparkplatz an der Langforter Straße vorbereitet. „Aber mit der vom Land ab 30. Mai erlaubten Wiedereröffnung von Kinos stellen wir dieses Vorhaben erst einmal zurück“, sagte Huff. Stattdessen werde das Rex-Kino an der Hauptstraße für den Neustart in zwei Wochen gerüstet. Nach der jetzt doch sehr plötzlich erteilten Erlaubnis hat sich Huff nach eigenen Worten mit Bürgermeister Frank Schneider abgestimmt.

Zahl der Zuschauer im Rex soll deutlich verringert werden

„Wir sind uns darin einig, dass mit der Öffnung des Rex die Autokino-Planung zurückgestellt wird. Je nach Verlauf der Pandemie könnte es etwa im September oder Oktober ein Thema sein.“ Denn für die Projektionen auf die Großleinwand müsse es dunkel sein. „Eine LED-Wand mit einer Miete von 1000 Euro täglich wäre deutlich zu teuer und bei maximal 50 Autos ein Zuschussgeschäft.“ Um die corona-bedingten Sicherheitsbestimmungen zu erfüllen, wird Huff zufolge im Rex die Zahl der Zuschauer deutlich verringert. „In allen drei Sälen wird jede zweite Sitzreihe ganz gesperrt. Und zwischen den Zuschauern bleiben immer zwei Sitze frei. Es sei denn, sie wohnen zusammen.“ Dazu beginnen die Filme in den auf etwa 70 (Rex 1), 30 (Rex 2) und 10 (Rex 3) Plätze verringerten Sälen zeitlich versetzt.

Beim Kommen, Gehen und Gang zur Toilette besteht Maskenpflicht, nicht aber auf dem Kinosessel. „Die Säle bekommen zu 100 Prozent Frischluft zugeführt, die sonst übliche Vermengung mit der erwärmten Abluft ist ausgeschlossen.“ Um Begegnungen zu vermeiden, werden Besucher nach dem Film das Kino über den seitlichen Notausgang verlassen.

Der normalerweise als Programmkino dienende Schaustall am Winkelsweg bleibt so der Schauplatz-Chef weiter geschlossen. „Dort ist es zu eng, um die Corona-Bestimmungen gewährleisten zu können. Der Schaustall lebt ja von dieser intimen Atmosphäre.“ Indes wird Huff zufolge die Stadthalle in ähnlicher Form wie das Kino für den Spielbetrieb auf der Bühne vorbereitet. „Im großen Saal können wir mit dem vorgeschriebenen Sicherheitsabstand zwischen Sitzplätzen etwa 120 Zuschauer unterbringen.“ Nach den vielen zuletzt abgesagten Bühnenauftritten sei es bei der Vergabe neuer Termine indes fraglich, ob die Künstler in solch einer Atmosphäre mit einem weit voneinander entfernten Publikum auftreten möchten. Hagen Rether etwa habe seinen Auftritt mit 300 verkauften Tickets ins nächste Jahr verschoben. Die Neustart des Programms könnte am 20. Juni erfolgen.