Fußball: Der KFC und das Dilemma im Saisonfinale

Fußball : Der KFC und das Dilemma im Saisonfinale

Niemand soll sich im Heimspiel gegen Wiesbaden verletzen wegen des Pokalfinales.

Die Drittliga-Saison endet am Samstag. Zehn Spiele werden zeitgleich ab 13.30 Uhr angepfiffen. Doch während im Tabellenkeller noch um die letzten Punkte gegen den Abstieg gestritten wird, herrscht in den oberen Regionen schon in weiten Teilen Vorfreude auf den baldigen Urlaub. Nicht so aber beim KFC Uerdingen, der zwar am Samstag im letzten Heimspiel in Duisburg — in der kommenden Saison zieht der Club für die Heimspiele in die Düsseldorfer Arena um — den SV Wehen Wiesbaden begrüßt, sein Hauptaugenmerk aber schon acht Tage weiter richtet.

Dann steht im Wuppertaler Stadion am Zoo das Endspiel im Niederrheinpokal gegen den Regionalligisten Wuppertaler SV an. Seit Wochen ragt diese Partie aus dem fußballerischen Alltag heraus, seit die Uerdinger die Abstiegszone weit hinter sich gelassen haben. Bloß nicht verletzen, so dürfte das Motto heißen auf KFC-Seite. „Wir wollen den Fans Dank spenden für die Unterstützung in der Saison“, sagt Trainer Heiko Vogel, der wie schon vor einer Woche in Rostock eine Rumpfmannschaft aufbieten wird. Langzeitausfälle, die Gelbsperre für Christian Dorda, neuerdings Verletze wie Maximilian Beister oder Stefan Aigner.

Das Heimspiel gegen den Tabellendritten Wehen Wiesbaden ist eine Partie, die man auf beiden Seiten gerne irgendwie unbeschadet übersteht. Denn auch für die Gäste folgen die wichtigsten Spiele des Jahres erst danach: Die Aufstiegsspiele für die 2. Bundesliga. Sperren, die sich die Akteure von Trainer Rüdiger Rehm im letzten Ligaspiel einhandeln, würden auch für die beiden Entscheidungsspiele gelten. „Das könnte Einfluss auf das Spiel am Samstag haben“, sagt Vogel. Das für ein Ligaspiel eigentlich unpassende Wort Freundschaftsspiel wird da gerne mal hervorgeholt. Nicht gerne aber entwickeln sich gerade solche Spiele ohne große Zwänge zu einem unterhaltsamen Wettstreit. Doch Rehm sagte dem Kicker: „Wir wollen unseren mannschaftlichen Rhythmus und den Spielrhythmus beibehalten.“ Ein Dilemma auch für den KFC.

Jüngst erklärte schon Torwart René Vollath wie schwer es sei, Anspannung vor einem wichtigen Spiel wieder aufzubauen, falls diese verloren ginge. „Wir wollen das letzte Spiel gewinnen“, sagt Vogel.

Mittelfeldspieler Manuel Konrad möchte die jüngste Entwicklung mit dem neuen Trainer fortschreiben. „Unsere Art Fußball zu spielen, hat sich ja geändert. Das wollen wir am Samstag auf den Platz bringen. Der neue Trainer bringt neue Ideen mit. Die Spannung ist nicht raus“, sagt er.

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