Fans folgen der HSG zum Aufstiegsfinale nach Rostock

Handball : Fans folgen der HSG nach Rostock

1200 Kilometer legen die Fans zur Unterstützung der Mannschaft zurück.

Die Spannung bei den Handballfans der HSG Krefeld ist riesengroß und nur ein Thema wichtig: Wie kann das zweite Aufstiegsmatch am Sonntag beim HC Empor Rostock erfolgreich unterstützt und mit dem Aufstieg in die zweite Liga gekrönt werden? Insgesamt 60 Fans haben Karten über das Fanprojekt „flying eagles“ der HSG geordert, dabei sogar drei Krefelder, die sich von Berlin aus auf den Weg machen. In aller Frühe am Sonntagmorgen um sieben Uhr startet der Fanbus mit 30 Unterstützern an der Glockenspitzhalle zur 19-stündigen Marathontour in die norddeutsche Hansestadt und wieder zurück. Der Rest wird sich mit PKW und Zug auf die insgesamt knapp 1200 Kilometer lange Reise begeben. Mit einigen Sorgenfalten auf der Stirn hofft auch Chef-Organisator Björn Leiske dabei zu sein.

Eine Meniskus-Operation
stoppt Fan-Chef

Erst in letzter Minute wird der 46-Jährige Werkzeugmacher entscheiden, ob er die Reise auf sich nimmt, nachdem er sich erst am Dienstag einer Meniskus-Operation unterziehen musste: „Natürlich geht die Gesundheit vor, aber ich wäre schon gerne dabei. Nach der 23:24-Niederlage waren wir zunächst alle etwas geknickt. Denn nach dem Spielverlauf hatte die HSG die Niederlage nicht verdient. Wir sind optimistisch, dass wir das Ding drehen. Mein Wunschergebnis fürs Rückspiel ist ein 25:23-Sieg.“ Seit einem Jahr ist der dreifache Familienvater der Sprecher der flying eagles, organsiert die Auswärtsfahrten.

Für Rostock gehören sechs Trommeln, Tröten und Trompeten, schwarze und gelbe Fahnen sowie große Banner für die Bande zum Gepäck. Leiske hat viele engagierte Mitstreiter: „Wir treffen uns ein bis zwei Mal im Monat in der Gaststätte Karussell zum Fanmeeting und planen unsere Vorhaben. Die flying eagles sind eine bunt gemischte Truppe aller Altersklassen. Selbst einige Fans der Pinguine schlossen sich dem Fanprojekt an, weil so Leist, „das Handballfieber sie einfach gepackt hat.“

Der Flying-Eagles-Chef selbst war 35 Jahre im Handball aktiv, spielte für den CSV Marathon, den Turnklub und zuletzt für Adler Königshof: „Wir stecken natürlich noch in den Kinderschuhen, doch unser Projekt entwickelt sich. In der Rostocker Stadthalle werden wir uns schon bemerkbar machen. Kapitän Görden und seine Mannschaft haben einfach unsere volle Unterstützung verdient.“ Damit in Zukunft in der Glockenspitzhalle der Trommelwirbel noch mehr ansteckt, plant Leist für die nur kurze handballfreie Zeit eigens einen Workshop: „Unser Kerngeschäft ist natürlich die Stimmung in der Halle. Unsere Trommler müssen da noch einiges lernen, wurden bisher etwas stiefmütterlich behandelt. Das muss sich ändern.“