U 23 ist in Köln Favorit

Das Team von Trainer Taskin Aksoy tritt bei der Zweitvertretung der „Geißböcke“ an, die aktuell Tabellenletzter ist.

In der Rolle des Außenseiters fühlte sich Fortunas U 23 in der Fußball-Regionalliga zuletzt pudelwohl. Mit dem 2:0-Sieg über Borussia Dortmunds U 23 und dem 0:0 gegen den Spitzenreiter KFC Uerdingen blieb die Elf von Taskin Aksoy binnen vier Tagen gegen zwei Aufstiegsaspiranten unbesiegt. Gespannt sein darf man nun darauf, wie die „Zweite“ mit der Favoritenrolle zurechtkommt. Denn ob sie es will oder nicht — bei der U 23 des 1. FC Köln ist das Aksoy-Team nach dem bisherigen Saisonverlauf heute der Favorit.

Während die Fortuna nach rund einem Drittel der Saison schon fast die halbe Miete für den Klassenerhalt eingefahren hat, teilen die Domstädter das Schicksal mit den eigenen Profis. Beide Mannschaften liegen auf dem letzten Tabellenplatz. Doch nicht nur sportlich hatte die FC-Reserve schon herbe Rückschläge zu verarbeiten. Erst vor wenigen Wochen erlag Co-Trainer Uwe Fecht einem auf dem Trainingsgelände erlittenen Herzinfarkt. Ex-Profi Patrick Helmes legte während dieser schweren Zeit sein Traineramt nieder. Nun versucht André Pawlak, die „Geißböcke“ wieder in die Spur zu bringen.

„Sie werden gegen uns bis zum letzten Tropfen rennen und kämpfen, schließlich rennt ihnen ja auch langsam die Zeit davon“, warnt Taskin Aksoy. Allerdings weiß der Fußball-Lehrer auch um die Vorteile dieser Konstellation. „Köln muss unbedingt gewinnen. Wenn wir in Führung gehen, fällt so ein verunsichertes Team oft auseinander.“

Aksoy ist zuversichtlich, in Köln auch wieder auf den zuletzt verletzten Gökhan Gül zurückgreifen zu können, sofern er nicht bei den Profis gebraucht wird. Offen ist, ob die Spielberechtigung für Thorsten Stuckmann bis zum Anpfiff eingetroffen ist. Den 36 Jahre alten Torhüter nahm die Fortuna vor wenigen Tagen unter Vertrag. „Er ist im Training wahnsinnig stark und hat auch in der Kabine ein positives Auftreten. Thorsten ist genau der Führungsspieler, der uns zuletzt gefehlt hat. Mit ihm sind wir auch dann sehr gut aufgestellt, wenn uns Tim Wiesner nicht zur Verfügung steht“, sagt Aksoy über den Ex-Profi.