Hubbelrather spielen um Europas Krone

Hubbelrather spielen um Europas Krone

Heute beginnt in Frankreich der Europapokal der Landesmeister im Golf. Der GCH ist als Deutscher Meister dabei.

Favoriten auf den Gewinn des heute beginnenden Golf-Europapokals der Landesmeister ist der deutsche Vertreter nicht, kann der Meister doch nicht mit seinem stärksten Team antreten. Aber das stört den amtierenden nationalen Titelträger vom GC Hubbelrath (GCH) reichlich wenig. Auch bei den jüngsten drei Deutschen Meistertiteln, die der GCH in Serie holte, waren die Düsseldorfer als Außenseiter gestartet.

„Die drei Spieler, die jetzt für uns spielen werden, haben alle eine sehr solide und gute Saison gespielt. Wenn sie so weitermachen und wenn es gut läuft, dann traue ich uns einiges zu“, meint GCH-Golflehrer Roland Becker. „Ich weiß nicht, wer von den anderen Landesmeistern aufgeboten wird, aber das Hubbelrather Team ist absolut konkurrenzfähig.“

Um die Reisestrapazen aus den Knochen zu haben, wenn jeder Schlag zählt, reiste der Coach mit seinen Europapokalspielern Niklas Jacobi, Kenji Nakajima und Julian Baumeister bereits am vergangenen Montag ins Golf Du Medoc Resort (Frankreich) ins Arrondissement Bordeaux. Zudem kann man den Platz dann genau und gewissenhaft unter die Lupe nehmen und die Tücken und kleinen Fallstricke kennenlernen.

„Ich kenne den Platz nicht und habe auch nicht im Internet nachgeschaut. Die Jungs schon, und sie haben mir erzählt, dass er sehr flach sein muss“, erläuterte Becker vor der Abreise nach Frankreich. „Ich mache mir lieber vor Ort ein Bild.“ Und dort wird er feststellen, dass der Nord-Atlantik gar nicht weit weg ist und gerne mal ein raues Lüftchen über den 6345 Meter langen Par 71-Platz fegt.

Bedingungen, die die britischen Europapokal-Vertreter von Hause aus gewohnt sind. Das, und weil auf den Britischen Inseln Golf ein Volkssport ist, lässt die Schotten, Waliser, Engländer und Iren in den Favoritenkreis aufsteigen. Die Engländer vom City of Newcastle GC schicken dann auch mit Mark Wharton (Handicap +1,0), Alex Dixon (+3,0) und Philipp Ridden (+4,0) das vermeintlich spielstärkste Trio nach Bordeaux.

Doch auch die Franzosen, Belgier und Niederländer muss man ebenfalls im Blick haben. So kommt der Spieler mit dem besten Handicap nicht zufällig aus Belgien. Adrien Dumont de Chassart vom Royal Waterloo GC bringt eine Spielvorgabe von +4,1 mit nach Frankreich. Mit ihren Handicaps von +2,5 (Baumeister), +1,1 (Nakajima) und +1,0 (Jacobi) sind die deutschen Vertreter aber auch nicht ganz ohne. Da stört es die Hubbelrather auch nicht, dass die Favoritenrolle mal wieder einer anderen Mannschaft gehört.

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