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Tischtennis: Borussia Düsseldorf Meister in der Rollstuhl-Bundesliga

Tischtennis: Borussia in der Rollstuhl-Bundesliga : Der Serienmeister schlägt wieder zu

Düsseldorfs Mannschaft des Jahres ist nicht aufzuhalten. Die Tischtennisspieler der Borussia sind erneut Deutscher Meister der Rollstuhl-Bundesliga.

Vergangene Woche saßen Thomas Schmidberger, Sandra Mikolaschek und Valentin Baus auf der Bühne des Savoy-Theaters und ließen sich von rund 450 geladenen Gästen feiern. Von Düsseldorfer Sportgrößen wie Klaus Allofs oder Otto Schneitberger ebenso wie von Oberbürgermeister Thomas Geisel. Die drei Rollstuhl-Tischtennispieler hatten etwas geschafft, was noch keinen Para-Sportlern vor ihn gelungen war: Sie hatten bei der Wahl zur Düsseldorfs Sportler des Jahres in der Kategorie Mannschaft gewonnen. Weil sie 2019 nicht nur Deutsche Meister geworden waren, sondern auch individuell abgeräumt hatten. Sandra Mikolaschek gewann das Triple. Valentin Baus und Thomas Schmidberger wurden Europameister. Und als nun Schmidberger auf der Theater-Bühne über das Erfolgsjahr reden sollte, richtete er seinen Blick gleich nach vorne. Auch 2020 sei einiges vom Rollstuhl-Team der Borussia zu erwarten, am Wochenende stehe ja gleich der nächste Spieltag in der Bundesliga an.

Wie recht er hatte, dürfte nun auch Schmidberger selbst überraschen. Denn nicht mal eine Woche nach der Ehrung für die vergangenen Titel kam gleich ein neuer hinzu. Das Borussia-Trio gewann all seine drei Spiele in Bayreuth und ist deswegen bereits einen Spieltag vor dem Ende der Saison nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Der Serienmeister aus Grafenberg hat wieder zugeschlagen. Für Schmidberger und Mikolascheck war es bereits die fünfte Meisterschaft, für Baus die vierte.

„Ich bin sehr stolz auf Sandy, Tom und Valle. Es ist für uns schon sehr überraschend und ungewöhnlich, die Meisterschaft schon vor dem letzten Spieltag zu erringen. Dies ist aber letztlich das Resultat der Dominanz und der überragenden Leistungen im bisherigen Saisonverlauf“, sagte Teambetreuer Lukas Ziemann, dessen Mannschaft mit zwei souveränen 5:0-Siegen gegen den RSC Frankfurt und die BSG Duisburg in den Spieltag startete. Doch das wichtigste Spiel stand noch aus, das Topduell gegen den SV Salamander Kornwestheim, zur Saisonmitte hinter der Borussia Zweiter und der einzig verbliebene Kontrahent um den Titel. In Bayreuth fehlte allerdings der Ire Colin Judge, so hatte die Borussia wenig Mühe und gewann am Ende mit 4:1.

Erfolgreich und Spaß dabei: Sandra Mikolaschek, Valentin Baus und Thomas Schmidberger (v.l.). Foto: Borussia

Eine Meisterfeier stand dennoch nicht auf dem Programm. Die Borussen dachten bloß, sich eine gute Ausgangsposition für den letzten Spieltag erspielt zu haben. Also machten sie sich auf den Heimweg. Erst als sie in Düsseldorf angekommen waren, stellten sie fest, dass Kornwestheim noch ein weiteres Mal verloren hatte und sie bereits vorzeitig Meister sind, zu groß ist der Vorsprung bei 18:0 Punkten und 42:3 Spielen.

„Das fünfte Mal hintereinander mit dem Team Deutscher Meister zu werden, und das auch noch einen Spieltag vor Ende der Saison, ist einfach nur großartig“, sagte Spitzenspieler Schmidberger und lobte vor allem die gelungene Saisonplanung: „Wir haben uns gezielt auf die Bundesligaspieltage vorbereitet und die in unsere Jahresplanung Richtung Paralympics in Tokio integriert.“ Das Treffen der weltbesten Para-Sportler im Spätsommer wird der Saisonhöhepunkt. Und vielleicht gibt es für Düsseldorfs Mannschaft des Jahres dort ja wieder etwas zu feiern.