Rather SV gegen MSV Düsseldorf: Freundschaftsspiel unter Trainern

Spiel der Woche : Freundschaftsspiel unter Trainern

Beim Landesliga-Derby zwischen dem Rather SV gegen den MSV Düsseldorf treffen sich zwei alte Bekannte an der Seitenlinie.

Um Andreas Kusels Laune ist es in diesen Tagen bestens bestellt. Das liegt zum einen am guten Saisonstart, den sein Team mit zwei Siegen aus zwei Spielen in der Fußball-Landesliga hingelegt hat. Es hängt aber auch mit der Vorfreude auf den kommenden Spieltag zusammen, der dem Rather SV am Sonntag ein Heimspiel gegen den Lokalrivalen MSV Düsseldorf beschert. „Das ist für mich ein besonderes Spiel“, sagt der Rather Trainer und erklärt auch warum: „Ich freue mich auf das Aufeinandertreffen mit meinem guten Freund Deniz Aktag.“

Der neue Coach des MSV und Andreas Kusel kennen und schätzen sich seit Jahren. Dass Kusel ihm damals den Trainerposten bei der A-Jugend des ASV Tiefenbroich schmackhaft machte, dafür ist Aktag seinem Kumpel bis heute dankbar. „Das war genau der richtige Schritt für mich. Ich habe mich dort so entwickeln können, dass ich später bei tollen Vereinen wie Hilden und Ratingen arbeiten durfte und heute sogar einen Landesligisten trainieren darf“, erklärt der 37-Jährige.

Gegenseitiger Respekt ist groß

Noch heute treffen sich Kusel und Aktag einmal pro Woche. Gesprochen wird dann in der Regel natürlich über Fußball. „Er hat mir in der Vergangenheit auch schon den einen oder anderen Tipp gegeben“, verrät Aktag, der seinen Freund nicht nur als Oberligaspieler bewunderte, sondern auch dessen Fähigkeiten als Trainer hoch einschätzt. „Die Entwicklung in Rath spricht für sich. Andreas schafft es immer, seine Mannschaften top einzustellen. Das hat mittlerweile schon mehr als Landesliganiveau.“

Auch umgekehrt ist der Respekt groß. „Deniz arbeitet sehr strukturiert. Ich freue mich, dass er das nun in der Landesliga zeigen darf. Unter ihm wird der MSV einen guten Fußball spielen“, glaubt Kusel. Beweisen können Aktag und seine Spieler das morgen Nachmittag im Waldstadion. „Dann ruht für 90 Minuten die Freundschaft und wir versuchen, als Außenseiter für eine Überraschung zu sorgen“, sagt Aktag mit einem verschmitzten Lächeln.

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