Leichtathletik: Freude und Enttäuschung

Leichtathletik: Freude und Enttäuschung

Carolyn Moll verfehlt Norm für die U20-WM. Verena Jansen holt in Koblenz Silber.

Düsseldorf. Nach ihrem fünften Rang im 100 m-Finale bei der der Junioren-Gala, gleichzeitig U-20-WM-Ausscheidung für Bydgosz (Polen), blickte die 17- jährige ART-Sprinterin Carolyn Moll nur kurz auf die elektronische Uhr und realisierte die Zeit für die Siegerin Yasmin Kwadwo (Wattenscheid) von 11,68 Sekunden.

Damit war das Ticket für den 100 m- Lauf für Bydgosz nicht an sie gegangen. Sie war "nur" Fünfte geworden in 11,98 Sekunden und konnte sich gegenüber dem Vorlauf (lockere 11,95 Sekunden) im entscheidenden Moment nicht steigern.

Die kalte Dusche kam dann für sie im B-Finale. Da liefen mit den ein Jahr jüngeren Kölnerinnen Lena Günther (11,86 Sekunden) und Janina Kölsch (11,97) noch zwei weitere Mädchen schneller als sie - und "Caro" Moll fand sich urplötzlich nur noch in der zweiten deutschen 4x100 m-Staffel wieder - nur eine fährt nach Bydgosz.

Das deutsche Zweitquartett war dann mit Carolyn Moll als Schlussläuferin in 46,02 Sekunden) um 0,7Sekunden langsamer als das Erstteam. Damit war der Traum von der U20-WM endgültig ausgeträumt. "Die Nummer kann ich jetzt aus dem Programm nehmen", nahm es die ehrgeizige ART-Sprinterin gefasst, auch wenn sie ihre Enttäuschung nicht ganz verbergen konnte.

Ihr Trainer Frank Dukat gab für "Caro" Moll sofort neue Ziele aus. "Sie soll nun eine Medaille bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Berlin in vier Wochen holen". Als letzter Test wurde die Nordrhein- Meisterschaften am 13. Juli in Essen eine Woche vor Berlin ins Programm genommen - da wollte "Caro" eigentlich in Bydgosz laufen.

Bei den Westdeutschen Junioren-Meisterschaften (U 23) in Koblenz war aus Düsseldorf nur ein Miniteam am Start. Für die 17-jährige ASC-Stabhochspringerin Verena Jansen gab es es Silber mit der Höhe von 3,60 m, wobei sie insgesamt elf kraftraubende Sprünge absolvierte. Astrid Wienigk (ASC) kam auf Rang sieben im 400 m-Lauf (60,63 Sekunden). Speerwurf-Favorit Tom Smet (ASC) war leider wie schon bei den Westdeutschen Meisterschaften in Duisburg nicht angetreten.

Beim sehr gut besetzten nationalen Jugend- und Junioren-Sportfest in Dormagen wollte die männliche ASC-B-Jugend in letzter Sekunde noch das Ticket für Berlin in der 4x100 m-Staffel lösen. Doch der zweite Stabwechsel ging total daneben. Das Quartett wurde disqualifiziert und war tief enttäuscht.