DSC 99 feiert den knappen Derbysieg bei TuRU II ausgelassen

DSC 99 feiert den knappen Derbysieg bei TuRU II ausgelassen

Gäste-Stürmer Lukas Rath hätte das Spiel allein entscheiden können. TuRU-Trainer Müffler ist bedient.

Düsseldorf. TuRUs Trainer Georg Müffler stapfte nach der dritten Niederlage in Folge mit grimmiger Miene in die Kabine. Trotz einer Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt unterlag die Reserve der Oberbilker im Derby dem DSC 99 nicht unverdient mit 0:1 (0:0) und verharrt auf einem Abstiegsplatz. Auf Seiten der Gäste feierte man den Auswärtssieg ausgelassen. „Das war heute echter Teamspirit“, meinte ein zufriedener DSC-Coach Peter Vogel.

Während der 90 Minuten dürfte Vogel an der Seitenlinie allerdings das eine oder andere graue Haar gewachsen sein. Denn seine Elf verpasste es wieder einmal, sich für den geleisteten Aufwand früher und angemessen zu belohnen. „Wir machen einfach zu wenig aus unseren Torchancen“, haderte Vogel. Schon im ersten Abschnitt hatten Lukas Rath und Derman Disbudak mehrfach die Führung auf dem Fuß, bei einem Schuss von Rath wollten die Gäste sogar ein Tor erkannt haben. Das wurde allerdings vom Unparteiischen anders gesehen. Der fleißige Angreifer des DSC hätte die Partie ganz alleine entscheiden können, scheiterte aber auch nach der Pause das eine oder andere Mal an TuRUs Keeper Marcel Aust.

„Irgendwie war immer ein Fuß oder eine Hand dazwischen“, ärgerte sich Lukas Rath nach Spielschluss. Da auch die Zweite der TuRU nach dem Seitenwechsel aktiver wurde, hätten diese Nachlässigkeiten im Abschluss auch noch bestraft werden können. Für die späte Entscheidung zugunsten des „Clubs“, bei dem Benjamin Flott zu Beginn überraschend auf der Bank saß, sorgte Daniel „Jimmy“ Breuer, der den guten Aust mit einem platzierten Flachschuss aus 16 Metern Entfernung überwand (83.). Der DSC kletterte mit dem Sieg auf den sechsten Tabellenplatz und strebt am kommenden Sonntag im Verfolgerduell gegen den FC Remscheid den ersten Heimsieg der laufenden Saison an.

TuRU II: Aust — Dominguez Gea, Plödereder, Förster, Dick, Ismail, Alexandris (46. Afkir), Dalmis (58. Mohya), Graziano, Krämer, Prieto-Castro (33. Cicem)

DSC: Dohmen — Kostakis (65. El Boudihi), Bockisch, S.Köppen, Tahira — Möllenbeck, Bonnekessel, Pastoors (71. Flott), Breuer — Disbudak, Rath (78. Oliveira)

Tor: 0:1 (83.) Breuer

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