Pinguine beenden Saison mit 5:4 gegen Ausgburg

Eishockey: Berglund krönt sich mit zwei Treffern zum König

Der Pinguine-Stürmer ist nach einem Doppelpack beim 5:4 gegen Augsburg bester Torschütze der DEL-Hauptrunde.

Als nach dem letzten Saisonspiel der Krefeld Pinguine gegen die Augsburger Panther 400 Fans das Eis der Yayla-Arena betreten durften und sich nach und nach die Spieler unter ihre Anhänger mischten, war die Traube um einen Spieler besonders groß: Jacob Berglund. Der Torjäger hatte mit seinen beiden Treffern das Spiel gegen den Tabellendritten fast im Alleingang gedreht. Zunächst schoss er rund drei Minuten vor Spielende frech direkt nach einem Bully aufs Tor, traf vorbei am völlig verdutzten Torhüter Oliver Roy zum 4:4-Ausgleich. 38 Sekunden vor Ende der Verlängerung erzielte der Schwede sehenswert den 5:4-Siegtreffer – sein 32. Saisontreffer und damit ist Berglund auch Torschützenkönig der DEL-Hauptrunde 2018/19.

Reid: „Nächstes Jahr müssen
wir an der Konstanz arbeiten“

Immer wieder musste Berg-lund die Frage der Fans enttäuschen, ob er seinen Vertag mit den Pinguinen verlängert habe. Doch der 27-jährige wiederholte immer nur das, was er auch in den vergangenen Wochen gesagte hatte: „Ich werde mich nach der Saison entscheiden.“ Für die Pinguine wird es schwer werden, den Torjäger zu halten, viele finanzkräftigere Teams bekundeten bereits Interesse. Trotz der Enttäuschung nach dem neuerlichen Aus fiel das Fazit nach der Saison positiv aus. Trainer Brandon Reid sagt: „Wir haben in diesem Jahr eine neue Identität geschaffen. Wir haben mit Struktur gespielt, im nächsten Jahr müssen wir an der Konstanz arbeiten.“

Viele Fans hatten noch auf die ein oder andere Vertragsverlängerung gehofft oder auch auf eine offizielle Nachricht, welche Spieler in der kommenden Spielzeit das schwarz-gelbe Trikot nicht mehr tragen werden. Doch die Pinguine gaben am Sonntag keine weiteren Personalentscheidungen bekannt.

Pietta wird von Holzmann
übel gecheckt

Nicht mit auf dem Eis war Daniel Pietta. Er wurde zehn Minuten vor Spielende von Thomas Holzmann übel in die Bande gecheckt. Pietta trug eine Verletzung an der Wange und einen Brummschädel davon. Zusätzlich hatte er sich das Knie verdreht. Der Stürmer konnte auch nicht sofort in die Kabine, sondern musste sich im Kabinengang kurz hinlegen. Reid gab nach dem Spiel aber leichte Entwarnung. „Wenn morgen Training wäre, würde Daniel wahrscheinlich schon wieder auf dem Eis stehen.“

Als Pietta in die Kabine geführt werden musste, waren die Pinguine gerade mitten in ihrer Aufholjagd. Mit 1:4 lagen die Schwarz-Gelben schon zurück.

Tim Miller (14.) hatte den Rückstand durch Hans Detsch (11.) ausgeglichen. Nach Treffern von Christoph Ullmann (18.), Adam Payerl (Überzahl/23.) und Matt Fraser (28.) kam Ilya Proskuryakov für Dimitri Pätzold ins Tor, wehrte alle 13 weiteren Torschüsse ab.

Chad Costello (43.) leitete mit dem 2:4 die Aufholjagd im letzten Drittel ein. Nach der Spieldauerstrafe gegen Holzmann nutzte Vinny Saponari das Überzahlspiel zum Anschlusstreffer, bereitete die große Bühne für Berglund vor.

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