Berglund küsst die Krefeld Pinguine wach - Erster Sieg nach 8 Niederlagen

Nach acht Pleiten : Berglund küsst die Krefeld Pinguine wach

Endlich wieder ein Sieg für die Krefeld Pinguine - nach acht Niederlagen in Folge. Dafür verantwortlich ist vor allem ein Spieler. Bei den Fans sorgt das für ungeahnte Glücksgefühle.

"Berglund, Berglund", hallte es zu Beginn des Schlussdrittels durch die spärlich besetzte Yayla-Arena. Der, der sich diese Sprechchöre verdient hatte, war gerade wieder zum Jubeln abgedreht - zum vierten Mal an diesem Abend.

Der 5:2-Erfolg der Krefeld Pinguine gegen den Tabellenvorletzten aus Wolfsburg war auch das persönliche Saisonhighlight von Jacob Berglund, der sein Team nach einem katastrophalen Start ins Spiel wach küsste. Und damit gehörigen Anteil daran hatte, dass die Pinguine nach acht Pleiten am Stück das Eis mal wieder als Sieger verließen.

Schwarz-Gelben legten beim „Endspiel“ eher flatterig los

So lückenhaft die Yayla-Arena an diesem Abend gefüllt war, so flatterig begannen die Schwarz-Gelben ihr selbst ausgerufenes Endspiel im Kampf um die Pre-Play-offs. Keine vier Minuten waren gespielt, da traf Spencer Machacek zum 0:1. Ganz zur Freude der beiden Wolfsburger Fans, die es augenscheinlich als Pärchen an Valentinstag an die Westparkstraße verschlagen hatte.

Auf dem Eis wollten die Gäste hingegen keine Romantik aufkommen lassen. Von der Strafbank kommend traf Brent Aubin hoch ins kurze Eck (9.). Reid reagierte, seine Auszeit quittierten die Fans mit frenetischem Jubel - es war ein hartes erstes Drittel für die Pinguine-Anhänger.

Es war aber auch eins mit einem guten Ende. Jacob Berglund fasste sich 58 Sekunden vor der Sirene und traf unhaltbar über Grizzly-Goalie David Leggio ins Netz.

Und Berglund hatte richtig Lust an diesem Spiel. Der Center versenkte zu Beginn des Mittelabschnitts eine Hereingabe von Costello zum 2:2 (23.). Beflügelt von der Leistung der Paradereihe legte Kirill Kabanov nach. Der Russe fand die Lücke zwischen Pfosten und Schoner von Leggio, die eigentlich gar nicht da war. Und plötzlich führten die Pinguine in einer verrückten Partie. Bei doppelter Überzahl legte Berglund mit seinem dritten Treffer des Abends nach.

Drei Tore innerhalb von 257 Sekunde - ungeahnte Glücksgefühle auf der Nordtribüne. Acht Niederlagen in Serie, da hatte sich Frust angesammelt, bei den Spielern und den Fans. Nur 2782 waren gekommen am Valentinstag - wahre Fanliebe. Berglund belohnte sie. Sein Treffer zum 5:2 entschied das Spiel vorzeitig.

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