Viele Fragezeichen bei WSV-Gegner Bonn - Aufstiegsregelung ist geklärt

Fußball-Regionalliga : Viele Fragezeichen bei WSV-Gegner Bonn

Fußball-Regionalliga: West-Meister steigt nach DFB-Reform ab 2021 sicher auf.

In dieser Saison geht es für den Wuppertaler SV nur gegen den Abstieg, dennoch dürfte man am Freitag interessiert nach Frankfurt geschaut haben, wo der DFB-Bundestag eine neue Aufstiegsregelung zur 3. Liga ab 2020/21 beschlossen hat. Es bleibt bei fünf Regionalliga-Staffeln, aus denen vier Meister aufsteigen. Die Staffeln West - also die des WSV - und Südwest erhalten einen festen Aufstiegsplatz. In dieser Saison muss der Westmeister noch ein Aufstiegsduell bestreiten.

Trainer Andreas Zimmermann beschäftigt aktuell allerdings nur der Gegner vom Samstag, der Bonner SC (Anstoß 14 Uhr, Stadion am Zoo). Das 4:1 über die Sportfreunde Lotte am vergangenen Dienstag hat zumindest die sportliche Lage beim Bonner SC etwas beruhigt. Dadurch konnte das Team von Trainer Thorsten Nehrbauer, wie berichtet, die Abstiegsplätze verlassen und sich bis auf einen Punkt an den WSV heranpirschen. Hinter den Kulissen hingegen hat es allerdings gekracht.

Nach über sieben Jahren im Amt hat Sportdirektor Thomas Schmitz in der vergangenen Woche entnervt seinen Rücktritt erklärt. Grund ist ein Kompetenzgerangel mit den vom Aufsichtsrat als ständige Gäste installierten Stephan Engels und Manfred Faber. Sowohl der ehemalige Profi des 1. FC Köln als auch der frühere Mäzen des TV Herkenrath sollen Schmitz ins Handwerk gepfuscht haben. ,,Ich habe den Job mit großer Freude ausgeübt, das konnte ich jüngst nicht mehr behaupten. Es haben zu viele Leute in meine Arbeit gefunkt und Dinge über meinen Kopf hinweg entschieden“, erklärte der 39-Jährige.

Schmitz hat mit seiner Arbeit maßgeblich dazu beigetragen, dass der BSC nun schon in seine vierte Regionalliga-Saison in Folge gegangen ist. Er hinterlässt eine große Lücke und dies in einer Phase, in der es sportlich durchaus noch Fragezeichen gibt. Denn das 4:1 gegen die schwachen Lotter täuscht, zuvor hatte es in Essen (1:4) und gegen Bergisch Gladbach (0:3) herbe Niederlagen gegeben. Die Pleite gegen den Aufsteiger gilt als Tiefpunkt. ,,So eine Leistung lasse ich mir nicht bieten“, sagte Nehrbauer damals. Eigentlich ist sein Kader, in dem mit Jan Holldack und Babacar M’Bengue auch zwei Ex-WSVer stehen, stark genug, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Vom Spiel berichten wir am Samstag auch live im Internet unter

wz.de/liveticker

(tsch)
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