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Handball: LTV wehrt sich tapfer

Handball: LTV wehrt sich tapfer

27:33-Niederlage beim Spitzenreiter. Die Gastgeber machen ihr Meisterstück.

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p class="text"><strong>Wuppertal. Wenn Sieger und Besiegte fröhlich vom Platz gehen und das Publikum begeistert applaudiert, dann muss es ein gelungener Handball-Abend gewesen sein. So geschehen am Samstag Abend in der fast ausverkauften Wermelskirchener Sporthalle "am Schwanen", wo Spitzenreiter TuS Niederwermelskirchen den Tabellenzweiten LTV Wuppertal 33:27 (17:11) geschlagen hatte und nun kurz vor dem Aufstieg steht. Aber auch der LTV zeigte gegen den Top-Favoriten, dem in den letzten fünf Spielen nur noch zwei Punkte fehlen, eine großartige Leistung, obwohl zwischen ihm und den Niederwermelskirchener Riesen gut zwei Gewichtsklassen klafften.

Augenscheinlich wurde das in den packenden Duellen zwischen dem eher filigranen Marcel Obermeier und dem muskulösen Hünen Erwin Reinacher. Da bis auf Michael Heimansfeld beim LTV kein Spieler über Gardemaß verfügt, ließ LTV-Trainer Ole Hölzel die drei Ex-Wuppertaler Rückraumriesen Erwin Reinacher, Maxim Trufan und Kim Neuenhofen aus einer Kräfte zehrenden 3:3-Deckung attackieren und machte dem Tabellenführer die angesichts der individuellen Klasse unvermeidlichen Torerfolge mehr als schwer.

Mit Feuereifer, der bisweilen auch zu technischen Fehlern führte, gingen die jungen Wuppertaler zur Sache, mussten zwar ständig einem Rückstand hinterher laufen. Doch die mitgereisten Fans honorierten das großartige Engagement der jungen Talente um Marcel Obermeier, Malte Pauls und seinem pfiffigen Bruder Morten oder dem wurfgewaltigen Michael Heimansfeld und dem später eingesetzten Jugendlichen Nino Nigro.

Die wurden gestützt von den Routiniers Nijat Cickusic, Andreas Somnitz, dem Abwehrstratege Andreas Hallmann Achim Jansen, der allerdings wechselhaften Leistungen bot. Dazu kam, dass der in der 12.Minute für Damian Bungart ins Tor gekommene Benedikt Koeß einen Glanztag erwischt hatte und gegen die knallharten Würfe von Neuenhofen und Reinacher insgesamt 17 begeistert gefeierte Klasseparaden zeigte.