Der LTV will an bessere Zeiten anknüpfen

Der LTV will an bessere Zeiten anknüpfen

Handball-Oberligist will in dieser Saison um den Aufstieg mitspielen.

„Sehr gut Jungs, genau so ist es richtig“, ruft Dennis Werkmeister, Trainer des Oberligisten LTV Wuppertal. Im Trainingslager, das der 35-Jährige mit seinem Team in der Halle Buschenburg absolviert, geht es zwar vermeintlich locker, aber doch sehr intensiv und konzentriert zur Sache. Die Mannschaft um Florian Görigk und Rouven Jahn zieht die Vorgaben ihres Trainers mit vollem Elan durch. Das war zuletzt nicht immer so. Unter dem Aufstiegscoach Jens Buß, der gesundheitlich angeschlagen sein Amt zunächst ruhen ließ und später zurücktrat, verlief die Vorbereitung genauso holprig wie die ganze Saison.

Werkmeister konnte nach seinem Einstieg mit seinem Team die Spielzeit noch vernünftig zu Ende bringen „Wir haben nach der Saison unsere Erwartungen ausgetauscht und uns ein Ziel gesetzt. Dementsprechend ziehen die Jungs toll mit“, sagt Werkmeister. Mit seiner Verpflichtung bewies LTV-Manager Andreas Güntner ein glückliches Händchen. „Wir gehen die Aufgabe so an, dass wir den LTV dort sehen wollen, wo er hingehört“, sagt Güntner selbstbewusst.

Der frühere Bundesligist schickt sich an, neben Remscheid und Korschenbroich eines von den drei Teams zu sein, die um den Aufstieg mitspielen. Genau dafür sollte das Wochenende in der Buschenburg, trotz der hohen Temperaturen, gut sein. „Wir haben klare Ziele. Dafür wollen und müssen wir etwas tun“, erklärt Werkmeister den Fahrplan seines Teams. Mit Christian Pagel, Bruder des verletzungsbedingt fast die ganze Saison ausgefallenen Sebastian Pagel, und Timo Blum (beide BHC) sowie Florian Hinkelmann, Sohn von Uwe Hinkelmann, konnten die Verantwortlichen waschechte Wuppertaler nach Langerfeld lotsen.

„Wir wollen die Leute wieder mitziehen, neue und gerne auch junge Fans dazu gewinnen“, sagt Güntner. Um auch für die neue Generation zu den neuen Zeiten — samstags 18 Uhr — zur Halle Buschenburg zu locken, agiert der LTV neuerdings sogar mit dem Namen „Red Rockets“. Letztlich weiß Werkmeister allerdings, dass für den Aufstieg nichts mehr zählt als die Leistung auf der Platte. Schließlich hat er fünfmal als Trainer Aufstiege realisiert. Viele LTV-Fans wünschen, dass er das halbe Dutzend vollmacht. Wie weit das Team ist, wird sich beim ersten Saisonspiel am 9. September in Lobberich zeigen. Werkmeister ist der festen Überzeugung, dass sein Team auf einem guten Wege ist. Neben seinem Trainerjob ist er auch als Sportlicher Leiter bei der SG Langenfeld tätig. „Die Jobs lassen sich gut miteinander vereinbaren“, beteuert der LTV-Coach.

Mehr von Westdeutsche Zeitung