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Ehemaliger Kiosk wird Zentrum des Sprockhöveler Stadtmarketings

Sprockhövel : Kiosk wird Zentrum des Stadtmarketings

Stadt präsentierte neues Konzept für das Gebäude in Niedersprockhövel. Auch die Wirtschaftsförderung wird am neuen Infopoint anzutreffen sein.

Der ehemalige Kiosk am Niedersprockhöveler Busbahnhof wird umgebaut und künftig als gemeinsamer Standort von Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung genutzt. Das hat die Stadt am Donnerstag bei einem Ortstermin bekanntgegeben.

Ende August vergangenen Jahres hatte die Stadt dem damaligen Pächter des Kiosks per Zwangsräumung gekündigt. Nachdem sich eine Neuvermietung offensichtlich schwieriger als gedacht erwies, wird das zentral gelegene Objekt als Multifunktionsort genutzt. Bürgermeister Ulli Winkelmann, Beigeordneter Volker Hoven, der Leiter der Zentralen Gebäudebewirtschaftung (ZGS) Ralph Holtze sowie Wirtschaftsförderin Maren Schlichtholz stellten mit dem 1. Vorsitzenden des Sprockhöveler Stadtmarketings (SWS) Lutz Heuser die gemeinsam entwickelten Ideen vor. Heuser hatte nach Dissonanzen mit der Stadt im vergangenen Jahr zwar als Stellvertreter des SWS seinen Rücktritt erklärt, wurde aber im Januar „einstimmig“, wie er betont, zum Vorsitzenden gewählt.

Neben dem Stadtmarketing soll auch die Wirtschaftsförderung am neuen „Infopoint“ anzutreffen sein. Dort sollen Sprockhöveler Bürger und Touristen zukünftig eine Anlaufstelle haben.

Außerdem soll der Raum, der in coronafreien Zeiten Platz für bis zu 21 Personen Platz bieten kann, auch Möglichkeiten für Meetings und Events bieten. Lokale Anbieter und Unternehmer sollen darüber hinaus ihre Waren und Produkte an diesem zentralen Ort anbieten dürfen.

Stadtmarketing sieht
im neuen Ort nur Vorteile

„Als wir erfahren haben, dass in unmittelbarer Nähe des Busbahnhofs ein Kiosk mit all den Angeboten wie Fahrkarten, Getränken und Zeitschriften aufgemacht hat, haben wir uns natürlich damit befasst, wie sinnvoll das ist, dem Gewerbetreibenden jetzt Konkurrenz zu machen“, begründet Holtze, warum die ursprünglichen Pläne geändert worden sind.

Als Volker Hoven mit der Idee der Wirtschaftsförderung auf ihn zugekommen sei, wäre er begeistert gewesen, erklärte Lutz Heuser. Er sieht im Umzug seines Vereins von den Räumen der Sparkasse auf den zentralen Platz nur Vorteile. „Wir sind der Sparkasse für all die Zeit, in der wir bei ihr sein durften, dankbar. Aber am neuen Standort bieten sich noch mehr Möglichkeiten, um für die Stadt Positives zu bewirken“, sagte Heuser. „Natürlich haben wir als Sparkasse die Infrastrukturen der Stadt, zu der auch das Stadtmarketing gehört, unterstützt. Jetzt wünschen wir den Beteiligten in den neuen Räumen viel Erfolg“, sagte Daniel Rasche, Vorstandsmitglied der Sparkasse Sprockhövel. Er versichert, die städtischen Vorhaben weiterhin als Partner zu unterstützen.

„Über Vertragsdetails werden wir nach außen natürlich nichts verraten“, sagte Volker Hoven bei der Frage nach dem Vertragsverhältnis. „Aber natürlich gibt es Verträge, mit der alle Seiten zufrieden sind“, sprach Hoven von einem freundschaftlichen Miteinander. Schließlich seien alle bemüht, das Beste für die Stadt herauszuholen.