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Sprockhövel veröffentlicht Festschrift zum Stadtjubiläum

Festschrift : Sprockhövel veröffentlicht Festschrift zum Stadtjubiläum

Der Band ist mit einer Auflage von 1300 Stück erschienen.

Es hagelte Komplimente für Karin Hockamp, die Autorin der Festschrift zum 50-jährigen Stadtjubiläum „50 Jahre Stadt Sprockhövel“, die jetzt im Konferenzraum des Rathauses in Sprockhövel vorgestellt wurde.

Die Stadtarchivarin hatte auf 160 reich, zum Teil farbig bebilderten Seiten die Geschichte der noch jungen Stadt aufgeführt und dabei nicht nur die Hintergründe der Stadtgründung beleuchtet, sondern auch die komplizierten Verwaltungsstrukturen in der Zeit vor 1970.

Vorgestellt werden außerdem die vier bisherigen Bürgermeister, von denen Hans Käseberg das Amt von 1970 bis 1999 innehatte und damit alle seine Amtskollegen in NRW in den Schatten stellte. Ihm folgten Paul Gerhard Flasdieck, Klaus Walterscheid und der aktuelle Amtsträger Ulli Winkelmann.

Auch den zum Teil längst vergessenen Ehrenbürgern setzte Karin Hockamp ein literarisches Denkmal und interviewte außerdem sechs Sprockhöveler Bürger aus den verschiedensten Lebensbereichen, die damit die Stadt mit den weit auseinander liegenden Gemeinden auf anschauliche Weise schildern. Sicher auch ein Beitrag dazu, dass sich Haßlinghauser, Niedersprockhöveler, Hiddinghauser oder Herzkamper als „Sprockhöveler“ fühlen sollen. Dass das nicht immer so war, kommt in einigen amüsanten Passagen zum Ausdruck, als der Begriff „Mobbing“ noch gar nicht bekannt war, es aber schon in unterschiedlichen Bereichen praktiziert wurde. „Wir haben auf dem Weg, ein Wir-Gefühl zu entwickeln, große Fortschritte gemacht“, bescheinigte Bürgermeister Ulli Winkelmann seinen Mitbürgern in seinem Vorwort und lobte während der Pressekonferenz die kenntnisreiche Autorin für ihr jüngstes Werk: „Du hast alle Ortsteile zu Wort kommen lassen.“

Das Buch soll ein
Geschenk an die Bürger sein

Aufschlussreich sind sicher auch die statistischen Zahlen der Bevölkerungsentwicklung unter den unterschiedlichen Aspekten, die Uwe Kellner vom Bereich Stadtforschung für die Festschrift aufbereitet hatte. Und ein wahre Quelle an Erinnerungen sprudelt, wenn das halbe Jahrhundert Stadtgeschichte mit ihren jeweiligen Höhepunkten und erwähnenswerten Ereignissen auf allen Gebieten aufgelistet wird.

„Da musste ich natürlich bewerten, was in diese Chronik kommt, und was ich weglassen soll“, so Karin Hockamp. Sie hatte bei der Lektüre der Zeitungsbände und Unterlagen oft die Qual der Wahl, hat aber mit ihrer Auswahl höchst unterhaltsamen Lesestoff geschaffen, der zunächst in einer Auflage von 1300 Stück gedruckt wurde.

„Der Band ist im Buchhandel und in den Bürgerbüros erhältlich und kostet fünf Euro“, so Oliver Tollnick vom Fachbereich Bürgerservice und Kultur. „Eigentlich hätte dieses Buch das Doppelte kosten müssen.“ Stadtkämmerer Volker Hoven ergänzte als Herr der städtischen Finanzen: „Es soll ein Geschenk der Stadt Sprockhövel an ihre Bürgerinnen und Bürger sein.“