Kempener Altstadt-Geflüster : Burg-Café-Areal: So soll es mal aussehen

An der Thomasstraße 27 ist ein Neubau geplant. Die Politiker des Denkmalausschusses bekommen nun erstmals die Optik präsentiert. Außerdem kümmert sich der Altstadt-Flüsterer um die Partys an den närrischen Tagen.

Fangen wir heute mal närrisch an. Schließlich sind die tollen Tage nicht mehr fern. Vom Zelt des Kempener Karnevalsvereins (KKV), das die Möhnen und alle anderen Narren am Altweiberdonnerstag auf dem Buttermarkt locken wird, ist zwar noch nichts zu sehen. Aber an der Otto-Schott-Straße wird schon fleißig am Aufbau des großes Festzeltes gearbeitet, damit dort am Karnevalssamstag wieder Kostümball gefeiert werden kann. Unter dem Motto „Kempsche Jecke fiere“ geht es am 2. März um 20 Uhr los. 3000 Narren sollen maximal ins Zelt passen. Karten gibt es im Vorverkauf für 13 Euro unter anderem bei Schreibwaren Beckers, Self oder der Gärtnerei van der Bloemen. Getränkechips sind auch im Vorverkauf erhältlich. An der Abendkasse kostet der Eintritt 15 Euro. Der Flüsterer hat heute noch eine besondere Überraschung für die Jecken: Die WZ verlost dreimal zwei Karten für die Party am 2. März. Dazu müssen Sie nur folgende Frage richtig beantworten: Wie viele Narren passen ins Festzelt an der Otto-Schott-Straße? Die Antwort bitte per E-Mail bis Sonntag, 18 Uhr, an die Redaktion. Die Gewinner werden unter den richtigen Einsendungen ausgelost.

Wochenmarkt an der Burg

Kommen wir nochmal kurz zum Thema Zelt auf dem Buttermarkt. Das wird für die Party an Altweiber aufgebaut – und zwar schon ab Anfang nächster Woche. Was dazu führt, dass der Wochenmarkt umziehen muss. Ausweich-Standort ist bei Karneval, Kirmes und Co. stets der Kirchplatz. Doch auch dort geht ab der nächsten Woche nichts. Denn dort beginnen die Sanierungsarbeiten an der Propsteikirche (die WZ berichtete). Deshalb müssen sich Kunden und Händler der Wochenmarktes völlig neu orientieren. Wie die Stadt am Freitag mitteilte, wird der Wochenmarkt am Dienstag, 26. Februar, und am Freitag, 1. März, auf dem Parkplatz der Burg stattfinden – jeweils von 7 bis 13 Uhr.

Buttermarkt 10 wieder Thema

Die Zeichen stehen auf Abbruch für das Haus am Buttermarkt 10. Das Geschäft ist bereits leer geräumt. Nur der Aufdruck auf der Markise, „Gabriela Mommertz“, erinnert noch an das Damenmodengeschäft, das dort bis vor kurzem beheimatet war. Nun steht das Haus zum zweiten Mal auf der Tagesordnung des Denkmalausschusses, der am Montag, 25. Februar, ab 18 Uhr im Rathaus tagt. Den ersten Entwurf mit einem vorgesetzten, durchgehenden Erker und großen Fenstern hatte der Stadt nicht gefallen. Es wurde nachgebessert und nun liegt ein neuer Entwurf vor, der sich mehr am Bestand orientiere, findet die Stadt. Der Erker ist verschwunden. Die Fenster sind etwas klassischer angeordnet. Im Erdgeschoss würde sich gerne das benachbarte Restaurant La Piazza erweitern. Mal sehen, ob die neuen Planungen den Kempener Denkmal-Politikern gefallen werden.

Wohnungen und Arztpraxis

Auch für das ehemalige Burg-Café gehen die Planungen von Abriss und Neubau weiter. In den Unterlagen für den Denkmalausschuss kann man sich schon mal ein Bild machen, wie ein Neubau an der Thomasstraße 27 aussehen könnte. Geplant ist ein dreigeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit Mansarddach. Im Erdgeschoss und in Teilen des ersten Obergeschosses soll eine Arztpraxis einziehen. Zudem ist die Errichtung von fünf Wohnungen geplant. Für die Stadt sind alle Vorgaben erfüllt. Für das LVR-Amt für Denkmalpflege besteht noch näherer Untersuchungs- und Recherchebedarf zum Bestandsgebäude. Da noch kein Antrag auf Abbruch oder Neubau vorliegt, müssen die Politiker in der Sitzung am Montag aber eh noch nichts entscheiden. So zumindest sieht es die Verwaltung in ihrer Vorlage für die Sitzung.

Ein Plätzchen für Männer

Am Buttermarkt 17 können sich ab sofort Männer pudelwohl fühlen. An dieser Adresse hat Rami Ali einen Barbershop eröffnet. Bekannt ist Ali in Kempen bereits aus seinem Friseursalon an der Rabenstraße, den er auch weiterhin betreiben wird. Auch als Boxer hat er in der Region für Aufsehen gesorgt – durch diverse Titel, die er gewinnen konnte. Nun also ein Barbershop: In den Räumen zwischen Kino und „Falko“, wo zuletzt eine Galerie war, können sich Männer weit mehr als nur den Bart stutzen lassen. So können sie einen Whisky, Cognac oder Grappa probieren. Auch Zigarren gehören zum Angebot des boxenden Friseurs. Ebenso kann sich das stärkere Geschlecht (darf man das überhaupt noch schreiben?) die Augenbrauen zupfen lassen. Weitere Angebote im Laden: Schlammmasken, Dampfbehandlung und Zahnbleeching. Das alles in einem stilvollen Ambiente mit schicken Tapeten und Holzvertäfelungen. Ohne Frage: Da ist an Kempens bestem Platze ein echter Hingucker entstanden.

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