Sing doch ene mit: Mitsingabend der KG Echte Fründe in Kempen

Karneval: Mitsingabend in Kempen : Wenn Prinz und Publikum singen

„Sing doch ene mit“ war auch in der fünften Auflage ein großer Erfolg. Die KG Echte Fründe und der Musiker Tom Marquardt suchen nun nach Kempener Besonderheiten für das Lied über ihre Heimatstadt.

„Jetzt simmer alle widder he, wie schnell su e Johr doch verjeiht.“ Wie passend ist doch das Lied „Loss mer singe“ von den Bläck Fööss zu Beginn von „Sing doch ene mit“. Die KG Echte Fründe Kempen hatte am Freitag zum fünften Mitsing- und Partyabend ins The Whistle eingeladen und viele Stammgäste hatten der Veranstaltung schon entgegengefiebert.

Rund 400 Jecke waren gekommen, um sich für die närrische Session textsicher zu machen. Moderiert wurde der Abend von Radiomoderator Stefan Verhasselt. Schon bevor die Band aus Fründe-Mitgliedern und befreundeten Kölner Musikern gewohnt gut gelaunt die ersten Töne gespielt hatte, wurde schon bei den Liedern vom Band kräftig mitgesungen. Und die Betriebstemperatur im Saal stieg auf hochsommerliche Temperaturen.

Thomas Härtel vertrat den erkrankten Präsidenten Börsch

Auch der Kempener Karnevalsverein und das Prinzenpaar ließen es sich nicht nehmen die sangesfreudigen Narren zu begrüßen. Über das Stichwort Karnevalshochburg Köln konnte Thomas Härtel, der für den KKV den erkrankten Präsidenten Heinz Börsch vertrat, nur lächeln. Dass Kempen die wahre Karnevalshochburg sei, zeige sich doch jedes Jahr an Altweiber an dem mehr als gut besuchten Zelt auf dem Buttermarkt.

Auch Peter II. und Brigitte I. begrüßten die Narren. Beide freuten sich sichtlich beim Mitsingabend dabei zu sein. „Ich hoffe, dass diese Tradition noch lange Bestand hat. Das ist für mich wahrer Karneval“, so der Prinz. Viel Lob gab es für Vergnügungskomitee um Kathrin Eichler, das das Konzept aus den vergangenen Jahren weitergeführt hatte. Die Mischung aus neuen Karnevalshits und alten Klassikern, aus Tanzmusik und melancholischen Kölschen Tönen mit Gänsehautgarantie stimmte auch in diesem Jahr.

Für das nächste Jahr kündigte der Fründe-Vorsitzende Tobias Strohmeier schon einige Veränderungen an. Mehr wird zwar noch nicht verraten, aber fest steht: Im nächsten Jahr wird wieder gemeinsam gesungen.

Dass Prinz Peter II. durchaus singen kann, hatte er bereits unter Beweis gestellt, tat es bei „Sing doch ene mit“ wieder und sang „Einmal Prinz zo sin“ auf die Bühne mit Band und Publikum. Trotz des gelungenen Einsatzes hatte der Klassiker am Ende keine Chance auf den Titel „Kempschen Karnevalshit 2019“.

Vielleicht hatte der Auftritt beim Kölschen Abend des Kempener Werberings im Sommer der Band Räuber ja einen Vorteil verschafft. Ihr neuerer Hit „Für die Iwigkeit“ erhielt auf jeden Fall die meisten Stimmen – oder besser gesagt Klicks, denn erstmals wurde nicht auf Zetteln, sondern per Voting auf der Internetseite der Fründe abgestimmt. Und so schmetterten im Saal zum Finale alle noch einmal den Refrain: „OOOOOHHHHOHOHOHOO – für die Iwigkeit“.

Auch diesmal wollten die Fründe nicht nur feiern, sondern auch an die Menschen denken, denen es nicht so gut geht. Daher ging wieder die Spendendose herum. Der Erlös ist als Unterstützung für die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen in Kempen bestimmt.

Erstmals bildete der Kempener Musiker Tom Marquardt mit seiner Hymne „Kempen rot und blau“ nicht das Finale, sondern spielte gleich zu Beginn. Und dazu hatte er eine Weltpremiere mitgebracht. Er sang die erste Strophe und den Refrain von „Du bist Heimat“, seinem neuen Lied für seine Heimatstadt Kempen – ein Song mit Ohrwurm-Qualität. Nun sollen weitere Strophen hinzukommen. Dafür sollen Kempener Eigenheiten ihrer Heimatstadt beisteuern, die dann ins Lied einfließen: Orte, Gebäude, Straßennamen, Persönlichkeiten, Feste, Kurioses, alles ist willkommen, was „typisch Kempsch“ ist.

So soll dann ein neuer Kempen-Hit entstehen, der bei „Sing doch ene mit 2020“ präsentiert wird und auch über die fünfte Jahreszeit hinaus Gültigkeit haben soll. Seine Ideen beisteuern kann man auf der Facebook-Seite der KG Echte Fründe. Dort kann man sich das Lied in einem Video von Tom Marquardts Auftritt bei „Sing doch ene mit“ schon einmal anhören.