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Velbert: Virus: Das Bistum gibt Hinweise für Messen

Velbert : Virus: Das Bistum gibt Hinweise für Messen

Die Gläubigen sollen auf Körperkontakt beim Friedensgruß verzichten.

Auf die Ausbreitung des Corona-Virus hat die Erzdiözese mit Hygieneregeln für die liturgische Praxis reagiert. Dies betrifft neben Friedensgruß und Kommunionspendung auch die Weihwasserbecken. So wird empfohlen, beim Friedenzeichen auf körperliche Berührung wie das Reichen der Hände zu verzichten, es vielmehr bei einem freundlichen Zunicken beziehungsweise Zulächeln zu belassen. Auch auf die Kelchkommunion der Gläubigen solle verzichtet und die Handkommunion praktiziert werden. Gerade die Handhygiene sei erstes Gebot: Es empfehle sich angesichts der aktuellen Herausforderungen für alle Kommunionspender – auch wenn es liturgisch gesehen befremdlich wirke – sich tatsächlich die Hände zu desinfizieren. Das könne durchaus dezent an der Seite oder leicht abgewandt von der Gemeinde geschehen.

Des weiteren wird den Gemeinden geraten, Gefäße mit Weihwasser im Eingangsbereich, mit denen sich die Gläubigen als Erinnerung an ihre Taufe bekreuzigen, zu leeren, um die Ansteckungs- und Verbreitungsgefahr zu minimieren. „Grundsätzlich gilt: Wer Symptome einer Erkrankung aufweist oder bei wem der Verdacht auf Erkrankung besteht, soll auf die Teilnahme an Gottesdiensten verzichten. Er soll auch keinen liturgischen Dienst ausüben“, heißt es in der Mitteilung aus Köln. Dies gelte für Priester wie auch für Messdiener und Kommunionhelfer.

„Es liegen keine Corona-Virus-Verdachtsfälle vor“, konnte am Freitag Nadine Formicola, Pressesprecherin des Helios Klinikums Niederberg, der WZ auf Anfrage mitteilen. „Darüber hinaus ist das Team der Krankenhaushygiene seit mehreren Wochen durch regelmäßige Informationen und Schulungen auf den Umgang mit an Covid-19 erkrankten Patienten vorbereitet“, sagt Constanze von der Schulenburg, Unternehmenssprecherin der Berliner Helios-Zentrale.

Covid-19 ist derzeit nicht der Gefahrenstufe zugeordnet

„Zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern folgen wir den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes zur Prävention. Bereits bei Verdacht auf eine Corona-Infektion werden Patienten in einen isolierten Bereich gebracht. Sie werden dabei am Klinikgeschehen vorbeigeschleust, damit es zu keiner weiteren Ansteckung kommen kann. Personal und Angehörige müssen vor dem Kontakt mit Patienten Schutzkleidung in Form von Mund-Nasen-Schutz, Schutzkittel, Handschuhen und gegebenenfalls Schutzbrille anlegen. Zudem führen wir eine gründliche Händedesinfektion vor und nach Patientenkontakt durch. Voraussetzung für die Behandlung ist die räumliche Trennung von anderen Patienten. Wichtig ist, dass Covid-19 derzeit nicht der Gefahrenstufe zugeordnet wird wie die hoch ansteckende Infektion mit ­Ebola.“ lue/uba