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Wülfrath: „Fabelhafte“ Kunst im Wülfrather Rathaus

Wülfrath : „Fabelhafte“ Kunst im Wülfrather Rathaus

Der Freundeskreis des Ateliers der Bergischen Diakonie gründete sich vor gut drei Jahren.

Als sich das Offene Atelier der Bergischen Diakonie Aprath vor vier Jahren kurz vor der Auflösung befand, setzten sich kurzerhand aktive Kursteilnehmer zum Erhalt der Einrichtung ein. „Das war vor dreieinhalb Jahren“, erinnerte sich Vorstandsmitglied Michael Sawatzki am Mittwochnachmittag anlässlich der Ausstellungseröffnung „Fabelhaft“ im Foyer des Wülfrather Rathauses. Mit Engagement und Leidenschaft haben die Mitglieder des Freundeskreises eine Lobby für die Einrichtung geschaffen, die Inklusion nicht nur verspricht, sondern auch hält. Seitdem ist das Offene Atelier wieder Zentrum der bildenden Kunst für Menschen mit und ohne Behinderungen. Dass aber auch die Mitglieder des seitdem aktiven Freundeskreises talentierte Künstler sind, bekommen Besucher der aktuellen Ausstellung „Fabelhaft“ zu sehen.

„Die Bilder stammen teilweise aus der privaten Sammlung der Künstler und sind demnach ganz private Stücke“, stellte Manuel Rohde fest, der als Leiter des Offenen Ateliers und Mitglied des Freundeskreises in die Ausstellung einführte. „Mit diesen aufregenden Werken bekennen wir allesamt Farbe.“ 30 Werke – darunter Skulpturen, Malereien, Collagen und Fotografien – von insgesamt 22 Künstlern lassen sich im offenen und frei zugänglichen Ausstellungsraum finden. „Schon die Zusammenstellung war für uns ein Abenteuer, und ich komme immer an den Moment, in dem ich mir nicht sicher bin, ob ich das Versprechen einer guten Ausstellung auch halten kann“, sagte Rohde weiter. Sorge muss er sich bei der aktuellen Ausstellung „Fabelhaft“ allerdings keine machen.

Gut 60 Gäste folgten der Einladung zur Vernissage, die in ein buntes Rahmenprogramm eingefasst wurde. Für die musikalische Untermalung sorgte der vor einem Jahr gegründete Brückenchor aus Wuppertal, der dem inklusiven Konzept des Offenen Ateliers folgend eine Heimat für Menschen mit und ohne Behinderung bietet. Und so bildeten Chorsänger und Vernissage-Besucher kurzerhand einen interaktiven Mitsingchor, der bei seinem letzten Stück sogar das Wagnis eines Kanons mit Erfolg einging.

Dass die Werke, die sich neben dem Foyer auch im verlängerten Rathausflur (am Standesamt) befinden, eine wahre Besonderheit für die Stadt Wülfrath darstellen, wusste auch Anja Haas von der städtischen Wirtschaftsförderung zu berichten. „Die Kooperation mit dem Offenen Atelier der Bergischen Diakonie besteht schon seit vielen Jahren, und ich freue mich stets zu Jahresbeginn darauf, Bilder dieser Einrichtung in unserem Rathaus auszustellen“, bemerkte sie. Mit der ersten Ausstellung des Freundeskreises hält für Anja Haas allerdings ein ganz besonderer Zauber Einzug ins Rathaus. Sie sagt: „Hier zeigen einmal die im Hintergrund Wirkenden ihr eigenes Gesicht und werden ganz persönlich.“