Was hinter dem Ratten-Problem in Krefeld-Forstwald stecken könnte

Krefeld : Was hinter dem Ratten-Problem in Forstwald stecken könnte

Anwohner in Krefeld haben eine größere Anzahl der Nager gesichtet. Nun gibt es eine mögliche Erklärung für das massenhafte Aufkommen von Ratten.

Nach einer Schätzung des Kommunalbetriebs leben 500.000 bis zu einer Million Ratten in Krefeld, zu sehen sind sie aber eher selten. Nun haben mehrere Anwohner im Stadtteil Forstwald Alarm geschlagen. Der Bürgerverein bat in einem Schreiben an die Verwaltung um Unterstützung. Etwa am Amselweg, Spechtweg oder Stockweg seien die Nager in größerer Anzahl gesichtet worden, erklärt Michael Gobbers, Vorsitzender des Bürgervereins.

Eine Fachfirma soll die Nager professionell bekämpfen

Die betroffenen Grundstückseigentümer würden sich mit „legalen Bekämpfungsmitteln“ behelfen, heißt es in dem Schreiben an die Stadt. Es sei eindeutig, dass es sich um ein „flächendeckendes Problem“ handele, da nicht nur einzelne Grundstücke betroffen seien. Woher kommen also plötzlich die Ratten? Der Kommunalbetrieb hat eine mögliche Erklärung.

Im Bereich Forstwald werden demnach „Schachtinspektionen inklusive Kamerafahrten“ durchgeführt. „Durch die Arbeiten im Kanal werden die Ratten gestört und es ist nicht auszuschließen, dass diese für die Dauer der Arbeiten den Schacht verlassen“, erklärt Jürgen Pannenbecker, Sprecher des Kommunalbetriebs unserer Redaktion. Im Anschluss an die Inspektion werde eine Kanalreinigung durchgeführt, die die Tiere ebenfalls aufschrecken könne. Nach Abschluss dieser Arbeiten werde der Kommunalbetrieb eine Fachfirma beauftragen, „um die Ratten mit professionellen Mitteln zu bekämpfen“. Eine Bekämpfung durch den Kommunalbetrieb sei nur auf öffentlichen Flächen der Stadt möglich, für den Gleisbereich der Bahnlinie Viersen — Krefeld sei hingegen die Deutsche Bahn zuständig.

Und was können Bürger generell machen, um Ratten fernzuhalten? Abfallgefäße sollten verschlossen werden und keine Abfälle auf den Grundstücken gelagert werden. Ratten seien „grundsätzlich überall anzutreffen“. Sollten die Nager in größerer Anzahl gesichtet werden, können Betroffene das über die „maak-et“-Plattform melden.