Wohnbebauung zwischen Kleingärten : Geplanter Wohnungsbau in Krefeld sorgt für Empörung

Der Bürgerverein Grönland kritisiert das Vorhaben der Bezirksregierung Düsseldorf. 24 Hektar Grünflächen sollen umgewidmet werden.

Bis zu 24 Hektar Grünflächen im Gebiet des Bürgervereins Grönland drohen für Wohnbebauung umgewidmet zu werden. Zu dem Thema hatte man sich zu einer öffentlichen Vorstandssitzung im Vereinsheim des Kleingartenbauvereins Krähenfeld am Edmund-Bungartz-Weg getroffen. Den anderthalb Dutzend Mitgliedern und Gästen stellte Rolf-Bernd Hechler, der 2. Vorsitzende, die Pläne der Bezirksregierung Düsseldorf zur Findung von Flächen für den Wohnungsbau vor.

Von mehr als 1000 Wohneinheiten ist die Rede

Er zeigte dazu die im Internet unter brd.nrw.de veröffentlichten Pläne. Da heißt es: „Die Bezirksregierung Düsseldorf sucht gemeinsam mit den Kommunen nach neuen qualitativen Standorten für mehr Wohnraum in der Region – insbesondere an der Rheinschiene. Das Ziel ist klar: Der aktuellen Situation auf dem Wohnungsmarkt kann nur in einem offenen Dialog und in Kooperation miteinander begegnet werden. Das Motto lautet ,Gute Standorte für vielfältigen Wohnraum’.“

Es ist von mehr als 1000 Wohneinheiten die Rede, die zwischen den Kleingärten Grönland und Uhlenhorst entstehen könnten. Auch gibt es schon eine Darstellung, wie ein Investor Flächen bebauen will. Hechler, der den Vorgang sachkundig kommentierte, beklagte, dass jetzt der Regionalplan in die Kompetenz der Stadt eingreift, weil solche Festlegungen nur durch einen Flächennutzungsplan möglich sind.

Die Informationen sorgen nach seinen Angaben für eine erhebliche Unruhe in der Bevölkerung. Die Sitzungsteilnehmer zeigten sich empört über die Pläne. „Wir werden wieder einmal überfahren“, hieß es. Spontan gab es mehrere Gründe, das Vorhaben abzulehnen: die bestehende  Garantie für Kleingärten, die Notwendigkeit, Grünzüge zu erhalten und für Frischluftschneisen in der Großstadt zu sorgen. Besonders wurmt es die Protestierenden, dass ausdrücklich Umweltbedenken zurückgestellt werden sollen. Der erste Kassierer, Dirk Birken, traf mit seinem Vorschlag, schnell aktiv zu werden, den Nerv der Empörten. Da man gehört hatte, bis Ende September  der Bezirksregierung Stellungnahmen schicken zu können, wird man sich am Mittwoch, 7. August, 19.30 Uhr, im Vereinsheim treffen und Maßnahmen beraten und beschließen. Alle Interessenten sind dazu eingeladen.

Gemeinsame Stellungnahme soll erarbeitet werden

Man kann vorher schon per Mail an elke.hechler@online.de seine Bedenken mitteilen. Danach soll eine gemeinsame Stellungnahme des Bürgervereins, auch möglichst zusammen mit Kleingartenvereinen und benachbarten Vereinen, erarbeitet werden. Birken: „Wir haben nicht mehr viel Zeit, lasst uns aktiv werden.“