Ringen um de-Greiff-Säule geht weiter - Kostenermittlung beantragt

Cornelius de Greiff : Ringen um de-Greiff-Säule geht weiter

CDU bringt das Thema wieder auf den Tisch.

Ob es nun die Cornelius-de-Greiff-Säule ist, oder ein anderes Kunstwerk, das an den Wohltäter der Stadt erinnert – die Mitglieder der Bezirksvertretung (BZV) West wollen, dass etwas auf und mit dem Corneliusplatz geschieht. Dabei möchten sie den Vorschlag von Landvermesser und Krefeld-Kenner Georg Opdenberg realisiert sehen. Opdenberg hatte in einer früheren Sitzung dafür plädiert, die Säule am südlichen Rand des Corneliusplatzes so zu positionieren, dass sie zugleich als Sonnenuhr fungieren kann. „Ich möchte so etwas wie eine Landmarke, die aufmerken lässt und an der man Erinnerungen an die Geschichte der Krefelder Textilindustrie festmachen kann“, sagte er damals. Zur Geschichte: 70 Jahre lang war die 5,80 Meter hohe de-Greiff-Säule auf einem Uerdinger Betriebshof zwischengelagert und störte dort nur. Dann waren zwei Standorte im Gespräch. Zum einen der Ostwall, wo sie früher auch stand. Der andere ist der Corneliusplatz, für den die Bezirksvertreter in West eigentlich plädieren. Die Christdemokraten brachten das Thema durch einen Einbringungsantrag wieder auf den Tisch. Es geht ihnen jetzt um die „Platzierung eines an Cornelius de Greiff erinnerndes Kunstwerk auf dem Corneliusplatz, gegebenenfalls unter Verwendung des bestehendes Säulenstumpfes der de-Greiff-Säule. Hierzu bitten wir um eine Kostenermittlung“, steht im Antrag von CDU-Sprecher Hans-Josef Ruhland. Bezirksvorsteher Klaus-Dieter Menzer (SPD) findet, dass die „symbolträchtige Lösung mit ihren Bezügen zur Krefelder Textilgeschichte“ auf den Corneliusplatz gehört. Einer der Gründe gegen den Standort Ostwall sei die mögliche Bebauung auf dem Theaterplatz. „Die Säule soll, falls sie dorthin kommt, in Höhe des Theaterplatzes aufgestellt werden, auf einer Sichtachse bis hin zum Rathaus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Architekt bei der Gestaltung des Platzes und dem möglichen Bau eines großen technischen Rathauses darauf Rücksicht nehmen kann und wird.“ Einstimmig votierte die Politik dafür, 10 000 Euro für die Maßnahme im Etat zu verankern. cf

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