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HSG Krefeld-Niederrhein kassiert bittere Niederlage und hofft weiter

Aufstiegsrunde zur 2. Liga : HSG Krefeld kassiert bittere Niederlage

Am Wochenende geht es gegen den Tabellenletzten um die letzte Chance für ein Ticket für die Playoff-Spiele. Vor allem in der Defensive braucht es eine Leistungssteigerung.

Die 33:38-Heimniederlage der HSG Krefeld Niederrhein gegen den HC Oppenweiler/Backnang traf Spieler, Trainer und Verantwortliche an der Glockenspitz wie ein Schlag in die Magengrube. Das vorentscheidende Gruppenspiel gegen den Tabellenführer um den Einzug in die Playoff-Spiele für die 2. Handball Bundesliga offenbarte: Ohne Leidenschaft, einer gehörigen Portion Kampfgeist und vor allem mit mannschaftlicher Geschlossenheit ist kein weiterer Blumentopf zu gewinnen. Vielmehr steht zu befürchten, dass die Krefelder nach der desolaten Leistung bereits am Sonntag, 16. Mai, um 15 Uhr bei der TSB Heilbronn-Horkheim gleich die nächste Niederlage kassieren und je nach Ausgang der übrigen Spiele sich sogar ganz aus dem Aufstiegsrennen verabschieden können.

38 Gegentore in heimischer Halle, davon allein 21 in der ersten Hälfte, die HSG-Abwehr wirkte so löchrig wie ein Schweizer Käse. Lediglich kurz nach dem Seitenwechsel zeigte sich die Defensive verbessert, wurde kompromisslos zugepackt, der Rückstand auf einen 22:24-Zwischenstand verbessert. Doch erneute Fehler im Angriff ließen die Gäste schnell wieder auf vier Tore davonziehen. Der Wille, wie im Heimspiel gegen Hanau mit einer Aufholjagd das Spiel noch zu drehen, fehlte dem Team tatsächlich über 60 Minuten. Trainer Maik Pallach verschlug es fast die Sprache: „Ich kann mich nicht mit der Niederlage aufhalten. Wir sehen uns am Samstag um 10 Uhr zum Training, dort gilt es, sich sofort auf das Spiel in Heilbronn vorzubereiten. Wir können noch einen von drei Matchbällen verwandeln und tatsächlich in die Playoff-Spiele einziehen. Aber dann müssen wir als Team auftreten.“

Pallach hielt sich mit Kritik nicht zurück, attestierte vor allem Domagoj Srsen und Robin Schoenaker eine schwache Leistung im Mittelblock, die kaum nachvollziehbar sei. So hofft der HSG-Coach darauf, dass sich die Mannschaft am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen will: „Wir müssen Gas geben und kämpfen, einfach alles raushauen, nur dann werden wir zumindest eine gute Heimfahrt haben.“ Pallach warnt eindringlich vor dem vermeintlich abgeschlagenen Gegner: „Auch wenn Heilbronn keine Chance zum Aufstieg mehr besitzt, wollen sie beweisen, dass sie zumindest besser sind, als es ihr letzter Tabellenplatz ausdrückt.“

Zum Auftakt des letzten Spieltages empfängt der TV Willstätt den VfL Pfullingen. Die HSG Hanau versucht am Sonntag mit einem Sieg über Dansenberg ebenfalls noch unter die besten vier Teams der B-Gruppe zu gelangen. Die Spitzenposition ist dem spielfreien Team der HC Oppenweiler/Backnang sowieso nicht mehr zu nehmen.