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Wuppertaler SV spielt frühestens Ende April wieder

Fußball-Regionalliga : WSV spielt frühestens Ende April wieder

Spielbetrieb in der Regionalliga wird bis nach dem 19. April ausgesetzt. Der WSV wäre dann schon acht Spiele im Rückstand.

Die als Telefonkonferenz durchgeführte außerordentliche Staffeltagung von Westdeutschem Fußballverband und den Vertretern der Regionalliga-Vereine an diesem Mittwoch hat das erwartete Ergebnis gebracht. Die in der vergangenen Woche zunächst bis 22. März festgelegte Aussetzung des Spielbetriebs in der Regionalliga West wird bis zum 19. April, also bis zum Ende der Osterferien ausgeweitet. Damit reagiert auch diese Liga auf die Entwicklung in Sachen Coronavirus und beispielsweise auch darauf, dass alle Sportstätten in NRW bis zunächst 19. April geschlossen sind, und es damit auch gar keine Möglichkeiten für ein Mannschaftstraining gibt.

„Damit haben wir schon gerechnet, momentan gibt es auch gar keine andere Lösung“, sagte Dirk Schneider, Teammanager der Regionalliga-Elf und Jugendleiter beim WSV am Mittwoch Nachmittag unserer Zeitung. Da war die Telefonkonferenz mit den anderen Ligavertretern, an der er für den WSV teilgenommen hatte, gerade beendet.

Für den WSV heißt das. Das nächste Spiel ist frühestens die Heimpartie gegen Schlusslicht Bergisch-Gladbach am 25. April. Dass früher als dem 19. April das Mannschaftstraining und damit die direkte Vorbereitung auf die Partie wieder aufgenommen werden kann, sieht er derzeit nicht.

Für den WSV hieße das, dass er bis dahin acht Spiele im Rückstand wäre - so viele wie neben Verl, Lotte, und Lippstadt kein anderer Ligavertreter. Regulär würden für die Wuppertaler mit der Partie gegen Bergisch Gladbach danach nur noch vier Partien bis zum bisher geplanten Saisonende am 14. Mai auf dem Kalender stehen. Ein reguläres Zuende-Spielen der Meisterschaft ist demnach nur mit einer Verlängerung der Saison überhaupt vorstellbar.

„Da hätten wir es im Gegensatz zu anderen Ligen ja noch gut, bei uns sind die weitesten Entfernungen die rund 200 Kilometer, die zwischen Bielefeld und Aachen liegen“, fasst Schneider die Bedingungen sowohl für die Regionalliga West als auch für die Weststaffeln der Jugend-Bundesligen zusammen. Dadurch wären Englische Wochen mit Wochenspieltagen sicher leichter zu realisieren als etwa in der Nord-Nord-Oststaffel der Junioren-Bundesliga, wo etwa zwischen Bremen und Dresden fast 500 Kilometer liegen.

Für den 2. April ist die nächste Tagung anberaumt, um die Beschlusslage an die bis dahin absehbare Entwicklung in Sachen Corona anzupassen. Dass die Ligapause auch finanzielle Auswirkungen auf die Vereine hat, wurde auf der Staffeltagung am Mittwoch nur kurz angerissen“, so Schneider. So werde natürlich nachverfolgt, inwieweit es finanzielle Hilfen von öffentlichen Stellen und/oder vom DFB geben kann.

„Auch wir prüfen für unsere Vollzeitangestellten die Möglichkeit, Kurzarbeit zu beantragen“, so Schneider. Einige Regionalliga-Vereine wie Fortuna Köln und Rot-Weiss Oberhausen haben das bereits getan, laut Reviersport haben dem bei RWO aber noch nicht nicht alle Spieler zugestimmt. Schließlich beträgt das Kurzarbeitergeld nur 60 Prozent (mit Kindern 67 Prozent) der regulären Netto-Bezüge.

Die aktuelle Lage erschwert für den WSV auch aktuelle Gespräche mit Sponsoren, die der Interims-Vorsitzende Stephan Ries und sein Team derzeit versuchen zu forcieren, um diese und auch die nächste Saison zu sichern. Auch Firmen, die als Sponsoren infrage kommen, haben derzeit mit den wirtschaftlichen Folgen von Corona zu kämpfen. Ein Problem könnte auch werden, dass alle Verträge nur bis 30. Juni laufen. Das gilt allerdings auch für andere Vereine. Auch Gespräche mit Spielern für die kommenden Saison sind derzeit schwierig.