Fortuna überzeugt gegen Ingolstadt auf ganzer Linie

Fortuna überzeugt gegen Ingolstadt auf ganzer Linie

Das 3:0 gegen Ingolstadt festigt die Tabellenführung der Düsseldorfer. Hennings, Gießelmann und Bormuth treffen für den Spitzenreiter, der in puncto Konzentration, Effektivität und Spielfreude klar überlegen ist und das beste Spiel seit Wochen abliefert.

Düsseldorf. Nach drei Niederlagen in Folge in der 2. Fußball-Bundesliga gab es vor dem Spiel von Fortuna Düsseldorf gegen den FC Ingolstadt zwei wichtige Fragen: Wie ist es um das Nervenkostüm der Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel bestellt und gerät der Bundesliga-Aufstieg noch ernsthaft in Gefahr? Der 64-Jährige selbst wollte in den vergangenen Tagen von alledem wenig wissen. Es ginge um Nuancen in dieser Liga, das Niveau sei nun einmal ausgeglichen und das Gerede vom Aufstieg wäre deplatziert.

Von Nervosität oder Angst vor der eigenen Courage war im Duell mit den „Schanzern“ bei der Fortuna nichts (mehr) zu sehen. Die Rot-Weißen zeigten eines ihrer besten Heimspiele der Saison und fuhren vor 33 925 Zuschauern einen klaren 3:0 (2:0)-Heimsieg ein, mit dem sie ihre Tabellenführung sowie die gute Ausgangsposition im Aufstiegsrennen festigten.

Viel besser hätte der Start aus Sicht des Tabellenführers schon nicht laufen können. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Niko Gießelmann auf Genki Haraguchi bediente der Japaner in der Mitte Rouwen Hennings, der aus kurzer Distanz seinen zwölften Saisontreffer (7.) erzielte. Mit der Führung im Rücken ließen sich die Gastgeber in der Folge etwas zurückfallen. Ingolstadt hatte viel Ballbesitz, doch richtig gefährlich wurde es vor dem Tor von Raphael Wolf, der unter der Woche seinen Vertrag bei der Fortuna um drei Jahre verlängerte, nicht. Stattdessen hätte es nach 18 Minuten 2:0 heißen können, doch Marcel Sobottka traf nach Vorarbeit von Takashi Usami den Ball nicht richtig.

Ab Mitte des ersten Durchgangs nahm die Härte in den Zweikämpfen zu. Ex-Fortune Tobias Levels hielt gegen Hennings den Fuß drauf, dann räumte Adam Bodzek FCI-Mittelfeldspieler Sonny Kittel rustikal ab — Schiedsrichter Manuel Gräfe ließ die gelbe Karte jedoch jeweils stecken. Nicht immer die richtige Entscheidung.

Ingolstadt hatte bis zur Pause weiterhin mehr Spielanteile, die Treffer machte die gnadenlos effektive Fortuna. Ein weiterer Standard sorgte in der 38. Minute für das 2:0. Einen Eckball von Usami nahm Außenverteidiger Gießelmann per Kopf und markierte damit seinen zweiten Saisontreffer.

Im zweiten Abschnitt war von den Gästen nicht mehr viel zu sehen. Es spielte nur noch die Fortuna, die nun auch deutlich flüssiger kombinierte. Zunächst vergaben Haraguchi (49.) und Hennings (53.) gute Möglichkeiten, um für die Entscheidung zu sorgen. Die gab es dann — wie konnte es an diesem Tag nicht anders sein — durch eine Standardsituation. Nach Usami-Eckball köpfte erneut Gießelmann auf den Ingolstädter Kasten. Sein Versuch landete am Innenpfosten, dort brachte Innenverteidiger Robin Bormuth (65.) das Spielgerät über die Linie. Das 3:0 beseitigte die letzten Zweifel am Erfolg der Funkel-Elf.

Mit fünf Zählern Vorsprung auf Nürnberg und sieben auf Kiel kann sich die Fortuna nun entspannt das Duell des Tabellenzweiten beim Dritten anschauen, das am Montagabend stattfindet und Einfluss darauf haben wird, ob die Bundesliga-Rückkehr möglicherweise bereits am Samstag in Dresden realisiert werden kann. Ein ganzes Stück wahrscheinlicher geworden ist sie mit dem Sieg über den FCI ohnehin.

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