Eishockey : Youngster Blank ein Lichtblick

Beim 3:6 gegen die Düsseldorfer EG am Mittwochabend kassieren die Krefeld Pinguine die vierte Niederlage im vierten Spiel

Alexander Blank blickte mit gemischten Gefühlen auf das Straßenbahnderby zurück. Er war frustriert über die erneute Niederlage, doch der 18-Jährige hatte im zweiten Drittel seinen ersten Treffer in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erzielt. „Es war ein sehr besonderer Moment, ausgerechnet im Derby gegen Düsseldorf zu treffen.“

Kapitän Martin Schymainski sicherte den Puck als Erinnerungsstück für den Premierentorschützen. In den vier absolvierten Spielen ist Blank bislang eine der wenigen positiven Erscheinungen im Krefelder Kader. Neben seinem Tor bereitete der Sohn von Co-Trainer Boris Blank einen weiteren Treffer vor. Er gewann 17 seiner 29 Bullys (58,6 Prozent) und hat in der Plus-Minus-Wertung mit +2 den besten Wert aller Krefelder Spieler.

Saveljevs: „Die Mannschaft
ist in einem Lernprozess“

Doch auch Blank konnte nicht verhindern, dass die Schwarz-Gelben das Kalenderjahr 2020 als schlechtestes DEL-Team beendeten. Noch ohne einen einzigen Punktgewinn sind die Krefelder das Schlusslicht der Nord-Gruppe. Für Geschäftsführer Sergej Saveljevs ist dies noch kein Grund zur Besorgnis: „Die Mannschaft ist in einem Lernprozess. Die Fehler müssen schnell abgestellt werden. Aber das Team wächst täglich mehr zusammen.“

Gegen Düsseldorf erwischten die Pinguine ein schwaches erstes Drittel. Die Mannschaft von Mihails Svarinskis lag nach 20 Minuten mit 0:3 zurück. Unnötige Fehler brachten die Schwarz-Gelben früh auf die Verliererstraße. Laurin Braun, der nach seiner Schulterverletzung beim Auftaktspiel in Wolfsburg am Mittwoch sein Comeback feierte, klagt: „Das müssen wir schnell ändern, sonst wird es schwer.“

Svarinskis ist mit den vielen Strafen gegen sein Team nicht glücklich und bemängelte vor allem den Einsatz im ersten Drittel gegen die DEG. „Ich erwarte von der ersten Sekunde an harte Arbeit und Laufbereitschaft. Wir hatten im Vorfeld viel geredet, aber das habe ich im ersten Drittel nicht gesehen. Ab dem zweiten Drittel war die Leistung besser.“ Der Cheftrainer nahm in der ersten Drittelpause einige Änderungen in seiner Mannschaft vor. Marvin Cüpper, der für den angeschlagenen Sergei Belov im Tor stand, beorderte Svarinskis nach 20 Minuten auf die Bank. Bei den ersten beiden Gegentoren hatte Cüpper den Puck unglücklich nach vorne abprallen lassen. So kam der erst 17-jährige Nikita Quapp zu seinem ersten DEL-Einsatz. Quapp wirkte trotz seines jungen Alters unaufgeregt und hielt bis auf den fünften Gegentreffer, was zu halten war.

Trainer Svarinskis holt Saponari und Petrakov vom Eis

Cüpper war nicht der einzige Spieler, der ab dem zweiten Drittel das Spiel von der Mannschaftsbank verfolgen musste. Vinny Saponari und Ivan Petrakov, die bei den ersten beiden Gegentreffern auf der Strafbank saßen, wurden von Svarinskis bis Spielende nicht mehr aufs Eis geschickt. „Ich war mit ihren Leistungen in den vergangenen Spielen nicht einverstanden“, begründete der Trainer seine Maßnahme.

Für das nächste Derby am Sonntag (19.30 Uhr) gegen die Kölner Haie kündigte der Trainer Veränderungen an. Den Kader für das erste Spiel im neuen Jahr will der 37-Jährige nach dem ersten Training am Samstag bekannt geben. Gut möglich, dass Torhüter Belov bis dahin seine Verletzung vollständig auskuriert hat und gegen die Domstädter zwischen die Pfosten zurückkehren wird. Für Verteidiger Christian Bull kommt ein Einsatz allerdings noch zu früh. Die Mannschaft von Uwe Krupp hat zwei ihrer drei Spiele gewonnen und ist nach 60 Minuten noch ungeschlagen.