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Pinguine-Fehler werden von den Eisbären Berlin eiskalt bestraft

DEL : Pinguine-Fehler werden eiskalt bestraft

Die Krefeld Pinguine verlieren in Berlin mit 0:5 und kassieren damit die dritte Niederlage in Folge.

Die Krefeld Pinguine kommen in der neuen Saison der Deutschen Eishockey Liga einfach noch nicht in Tritt. Im dritten Spiel setzte es die dritte Niederlage für das Team von Cheftrainer Mihails Svarinskis. Bei den Eisbären Berlin verloren die Schwarz-Gelben mit 0:5. Das Gastspiel in Berlin wurde auf beiden Seiten zum großen Wiedersehen. Constantin Braun bezog erstmals in seiner langen Karriere die Auswärtskabine in der Hauptstadt. Auch für Marvin Cüpper war die Partie bei den Eisbären, für die der Torwart in sechs Spielzeiten als Ersatzgoalie gelistet war, ebenfalls ein kleines Heimspiel.

Sein Gegenüber, Mathias Niederberger, traf auf seinen Bruder Leon. Das Brüderpaar hatte zuletzt noch für die Düsseldorfer EG zusammen auf dem Eis gestanden. Bei den Gästen gab zudem Martins Karsums (noch mit der provisorischen Nummer 55 statt der 15) sein Debüt für die Pinguine. Bei den Eisbären stand mit Kris Foucault ein Stürmer auf dem Eis, der noch bis vor kurzem seine Schlittschuhe an der Westparkstraße schnürte. Nach einem Kabinenstreit mit der Sportlichen Leitung hatte der Kanadier Ende November als einer von mehreren Spielern die Pinguine wieder verlassen. Wie wertvoll Foucault sportlich sein kann, zeigte er im Anfangsdrittel dann auch prompt. Aber der Reihe nach.

Kurz vor Spielbeginn mussten die Krefelder in Berlin den Torwart wechseln. Weil Sergei Belov sich beim Aufwärmen verletzt hatte, kam Marvin Cüpper zu seinem Pflichtspieldebüt für die Pinguine. Der russische Schlussmann soll nach WZ-Informationen aber nicht schwerwiegender verletzt sein.

Foucault trifft durch die Beine
von Cüpper zur Führung

In der 8. Minute war es dann ausgerechnet Foucault, der Cüpper und Braun die Rückkehr nach Berlin ein Stück weit vermieste. Nach einem Puckgewinn im gegnerischen Drittel zog der Kanadier ab und sicherte sich vor den beiden Krefeldern auch den Abpraller, um zur Führung einzuschießen. Das Team von Mihails Svarinskis zeigte wie schon in den Spielen gegen Wolfsburg (1:4) und Iserlohn (2:3) auch in der Hauptstadt ein ansprechendes Anfangsdrittel. Allein die Tore fielen nicht. Kristofers Bindulis vergab die größte Möglichkeit, als er den Puck frei vor dem Tor nicht im Gehäuse der Eisbären unterbringen konnte.

Im Mitteldrittel offenbarte sich das ganze Dilemma der Krefelder in dieser Saison bislang. In acht Minuten Überzahl brachten die Gäste gerade einmal eine gefährliche Torchance zu Stande. Viel schlimmer noch: Die Berliner erhöhten sogar mit einem Spieler weniger auf dem Eis auf 2:0 durch Matt White. Die Schwarz-Gelben agierten in der Folge viel zu harmlos, kassierten vor der zweiten Sirene sogar noch den dritten Gegentreffer. Kapitän Martin Schymainski bezeichnete das eigene Überzahlspiel als „schlecht“. Im Schlussabschnitt war dann schnell die Luft raus. Leo Pföderl netzte nach eigentlich unerlaubtem Handpass zum 4:0 ein. Den Pinguinen blieb danach nur der Durchhalte-Modus. Purer Slapstick dann der Treffer zum 0:5 aus Sicht der Gäste. White mogelte den Puck an Cüpper vorbei, während Foucault im Tor der Krefelder lag und der Krefelder Torhüter behinderte.

Leon Niederberger bilanzierte: „Die Stimmung ist natürlich nicht so gut. Es ist zu eindeutig am Ende des Tages. Es ist bekannt, dass wir im Powerplay noch nicht unsere Leistung gezeigt haben.  Das war schwach.“