Düsseldorfer EG: Mit Auftrieb in Richtung Platz sechs​

Eishockey : DEG: Mit Auftrieb in Richtung Platz sechs

Nach dem Sieg über Straubing soll der positive Trend bei der Düsseldorfer EG gegen Augsburg fortgesetzt werden.

Eine Saison in der Deutschen Eishockey ist lang. Nicht selten gleicht sie einer Wanderung durchs Gebirge. Mal geht es rauf, mal geht es runter. Das gilt auch für die Düsseldorfer EG, die nach 38 Spielen in der Tabelle auf Rang sieben steht. Auf den intern als Ziel ausgemachten Platz sechs, der zur direkten Viertelfinal-Teilnahme in den Play-offs berechtigen würde, haben die Rot-Gelben aktuell vier Zähler Rückstand. Obendrein haben die dort hockenden Pinguins aus Bremerhaven — wie auch der ERC Ingolstadt als Fünfter — bereits ein Spiel mehr als die DEG absolviert.

Sechs-Punkte-Wochenende für die DEG?

Vor dem Beginn des letzten Hauptrundenviertels ist die Ausgangslage also nicht die schlechteste. Und die Stimmung erst recht nicht. Der wichtige 3:2-Heimsieg über die Straubing Tigers am vergangenen Sonntag hat der Mannschaft um Kapitän Alexander Barta Auftrieb verliehen. „Klar gibt das einen Push“, verrät Cheftrainer Harold Kreis. „Die Laune ist positiv. Aber sie war vorher ja auch nicht schlecht.“

Dass der 61-Jährige seinen Profis nach dem Erfolg über den Tabellendritten zwei Tage ohne Eistraining schenkte, lag mit Sicherheit nicht daran, dass Kreis anlässlich seines Geburtstags in besonderer Spendierlaune war. Vielmehr hatte sich die Mannschaft dies nach fünf guten Dritteln in den Partien gegen Nürnberg (2:3 nach Penaltyschießen) und eben Straubing verdient. „Nur die Spieler, die zuletzt unter neun Minuten auf dem Eis standen, mussten zum Training kommen“, erklärt der Trainer.

Johannes Huß und Tobias Eder kehren ins Team zurück

Vor den Spielen in Augsburg am Freitag (19.30 Uhr) und gegen Iserlohn am Sonntag (14 Uhr, Dome) hat sich die personelle Lage bei der DEG nur geringfügig entspannt. Die zuletzt krank ausgefallenen Johannes Huß und Tobias Eder sind am Mittwoch wieder ins Training eingestiegen und werden im Spiel auswärts beim Play-off-Viertelfinalgegner der vergangenen Saison wieder mitmischen können. Dafür fällt neben den Langzeitverletzten Marco Nowak, Alexander Sulzer und Chad Nehring nun auch Angreifer Victor Svensson mit einer Muskelverletzung bis zur Länderspielpause Anfang Februar aus. Ebenfalls nicht spielfähig ist weiterhin Abwehrspieler Alexander Urbom. So stehen der DEG für das kommende Wochenende — der junge Nicolas Geitner mitgerechnet — nur sechs Verteidiger und elf Stürmer zur Verfügung.

„Es gibt keine Mannschaft in der DEL, die so oft mit dieser geringen Anzahl von Spielern aufläuft“, sagt Kreis. Der Trainer würde eine externe Verstärkung in der aktuellen Lage durchaus begrüßen und Manager Niki Mondt beobachtet dementsprechend den Markt, doch Kreis erklärt dazu auch: „Wir sollten lieber genauer hinschauen und den Markt genau sondieren.“ Soll heißen: Die Risiken eines Schnellschuss-Transfers wären nicht in seinem Sinne.

So schließt sich Kreis seinem Kapitän an und jammert nicht über die Anzahl der Ausfälle, sondern arbeitet mit denjenigen, die fit und spielfähig sind. Alexander Barta hatte bereits nach dem Straubing-Spiel jenes Mantra ausgegeben. Und so wird die DEG am Wochenende erneut mit vergleichsweise kleiner Kapelle auflaufen, damit es ein weiteres Stück in Richtung Platz sechs nach oben geht.