DEG-Spieler mit Nationalteams unterwegs So läuft die WM-Vorbereitung bei Ehl und Haukeland

Düsseldorf · Neben dem Stürmer ist auch der Torhüter der Düsseldorfer EG derzeit mit seiner Nationalmannschaft unterwegs. Das Ziel für beide: Tschechien.

 Will nach 2023 auch dieses zur Jahr zur WM: Alexander Ehl (l.).

Will nach 2023 auch dieses zur Jahr zur WM: Alexander Ehl (l.).

Foto: dpa/Pavel Golovkin

(lonn/bs-) Die erste gute Nachricht der Woche erreichte Alexander Ehl bereits am Montag. Da verkündete Bundestrainer Harold Kreis sein Aufgebot für die zweite Vorbereitungsphase auf die diesjährige Eishockey-WM in Tschechien (10. bis 26. Mai) – und unter den insgesamt 26 Spielern war eben auch der Name des 24-jährigen Stürmers der Düsseldorfer EG.

Eine wirkliche Überraschung war das freilich nicht, schließlich gehörte Ehl bereits im vergangenem Jahr zum deutschen Kader, der sensationell in Finnland und Lettland die Silbermedaille gewann. Der gebürtige Landshuter war damals einer der Shootingstars im Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) und dürfte auch dieses Jahr beim internationalen Kräftemessen mit dabei sein.

Am vergangenen Donnerstag und Sonntag absolvierte das DEB-Team seine ersten zwei Vorbereitungsspiele. Beide Male ging es dabei gegen den WM-Gastgeber Tschechien, beide Spiele wurden recht klar verloren (0:3, 2:4). Ehl blieb in beiden Partien torlos. Allerdings haben die Ergebnisse noch wenig Aussagekraft über das tatsächliche Leistungsvermögen der deutschen Mannschaft. Einerseits, weil noch Spieler von den Meisterschaftsfinalisten in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) aus Berlin und Bremerhaven sowie aus der NHL fehlen. Andererseits nutzt das Trainerteam diese Phase der Vorbereitung gern für Experimente. Weiter geht es für den Vizeweltmeister am Donnerstag (19.30 Uhr) in Kaufbeuren und am Samstag (17 Uhr/jeweils Magentasport) in Augsburg, wo gegen die Slowakei die nächsten beiden Testspiele auf dem Programm stehen.

Neben Ehl hofft ein weiterer DEG-Profi auf einen Platz bei der WM. Und ebenso wie bei Ehl dürfte das klappen, denn es wäre nicht das erste Mal. Die Rede ist von Henrik Haukeland, seit Jahren die Nummer eins im norwegischen Tor. Am letzten DEL-Spieltag war der 29-Jährige allerdings noch so enttäuscht über die Saison mit der DEG, dass er nicht wusste, ob er dieses Jahr überhaupt zur WM fahren soll. „Eine WM macht normalerweise Spaß, aber diese Saison hat nicht ansatzweise Spaß gemacht. Ich brauche eine Pause, dann sehen wir weiter.“

Nun hat er die Pause gemacht, war zuletzt wieder an der Brehmstraße auf dem Eis und hat sich fit gehalten. Vergangene Woche fuhr er dann zur norwegischen Mannschaft, stand in einem Testspiel gegen Dänemark (1:3) auf dem Eis.

Dass die Norweger überhaupt wieder Spiele machen, ist ein gutes Zeichen. Vergangenes Jahr gab der Verband finanzielle Probleme bekannt, konnte seine Auswahlteams teilweise nicht spielen lassen. Dank einiger Einsparungen sei man nun wieder auf einem besseren Weg, teilte der Verband zuletzt mit.

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