1. Sport
  2. Eishockey
  3. DEG

Düsseldorfer EG: Alexander Barta trifft, lobt und freut sich​

Eishockey DEL : Düsseldorfer EG: Alexander Barta trifft, lobt und freut sich

13 Spiele in Folge blieb der DEG-Kapitän ohne Tor. Am Wochenende traf er zwei Mal und war mit seinem Team zufrieden.

Ein Profisportler ohne Emotionen funktioniert nicht. Freude, Anspannung, Verzweiflung, Ärger. Alexander Barta hatte in den zurückliegenden Wochen nicht nur diese vier im Portfolio der Gemütszustände. Erst stimmten bei der DEG in der Deutschen Eishockey Liga über mehrere Wochen die Resultate nicht, dann, als das Team wieder kontinuierlich punktete, steckte der 36-Jährige in einer Phase ohne eigenen Treffer. Am Auftritt des Kapitäns lässt sich nicht selten ablesen, wie es um die Lage der Rot-Gelben und natürlich ihm selbst bestellt ist. Bei der 2:3-Niederlage nach Verlängerung gegen Nürnberg am vergangenen Freitag aber endete torlose Barta-Zeit nach 13 Spielen. Passend mit seinem 200. DEL-Treffer. Und am Sonntag gelang der DEG auch dank eines weiteren Barta-Treffers ein wichtiger Sieg im Rennen um Platz sechs gegen Straubing.

„Ich habe nun mal viel Eiszeit. Es tut der ganzen Reihe gut, wenn ich auch mal treffe. Von daher würde ich lügen, wenn es mir vollkommen egal wäre. Ich weiß, dass ich trotzdem ganz vernünftig gespielt habe — auch wenn ich nicht getroffen habe. Aber so ist es manchmal“, sagte Barta nach dem 3:2-Heimsieg über den Tabellendritten Straubing Tigers am Sonntag. Auch beim Erfolg über die Niederbayern gehörte der gebürtige Berliner zu den Torschützen.

Kapitän liegt in der Scorerwertung bei der DEG vorne

„Ich habe nichts verändert oder etwas anders gemacht. Was du dir vornehmen musst, ist immer weiter zu machen und nie zu verzweifeln. Deswegen hoffe ich, dass ich jetzt nicht wieder gefühlt eine halbe Saison auf das nächste Tor warten muss“, führte der Kapitän an. Mit nun sechs Treffern und 24 Vorlagen liegt Barta in der teaminternen Scorer-Wertung auf Rang eins. Vollauf zufrieden ist er damit nicht.

Doch so viel er von sich selbst verlangt, so häufig spricht der Mittelstürmer ebenso über den Teamerfolg und lobte seine Mannschaft nach dem Erfolg am Sonntag: „Gegen Nürnberg nur einen Punkt geholt zu haben, war schon bitter. Da haben wir zwei Drittel eigentlich sehr gut gespielt. Es war sehr wichtig, dass wir das gegen Straubing über die Zeit gebracht haben und nach dem Nackenschlag mit dem 2:2-Ausgleich noch einmal geantwortet haben. Das tut uns sehr gut. Respekt an die Mannschaft. Das war ein toller Sieg.“

Ungewöhnlich emotionaler Jubel am Sonntag

Auch mit seinen eigenen Leistungen hat sich Barta zuletzt kritisch auseinander gesetzt. „Wenn wir jetzt Elfter wären und ich zehn Scorerpunkte weniger auf dem Konto hätte und der Mannschaftserfolg ausbliebe, würde ich mir selbst Vorwürfe machen. Wichtig ist aber, dass jeder seine Leistung bringt und seinen Teil beiträgt, um der Mannschaft zu helfen. Das denke ich, habe ich zum größten Teil in dieser Saison gemacht, auch wenn es auf dem Torekonto nicht danach aussieht.“

Zum Schluss sprach Barta noch einmal über die Emotionen. Vor allem nach seinem Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 jubelte der ehemalige Nationalspieler ausgelassen wie selten. „Da hab ich mich riesig gefreut, weil es ein wunderschönes Tor war. Maximi (Kammrer) und Reid (Gardiner) hatten großen Anteil an dem Treffer. Ich habe mich gar nicht so wirklich für mich persönlich, sondern für unsere Sturmreihe gefreut. Das hat uns allen dreien und der Mannschaft gut getan.“ Ganz besonders aber dem Kapitän. Auch wenn der sich das nicht so richtig anmerken lassen wollte.