Nun beginnt die Offensive gegen Müll auf der Nordbahntrasse

Nun beginnt die Offensive gegen Müll auf der Nordbahntrasse

Entlang des Rad- und Wanderwegs werden derzeit Müllkörbe aufgestellt.

Wuppertal. Trotz des Rosensonntagszuges herrschte am Supersonnensonntag auf der Nordbahntrasse wieder Hochbetrieb. Und einigen Besuchern der zum Rad- und Wanderweg umfunktionierten ehemaligen Bahnlinie sind die Neuerungen am Wegesrand aufgefallen: Die ESW haben damit begonnen, entlang der Strecke Mülleimer aufzustellen.

„Das ist aber praktisch“, sagt eine Walkerin und wirft dabei ein gerade benutztes Papiertaschentuch in den Müllkorb. Ihre Begleiterin nickt dazu: „Das wurde aber auch Zeit. Die Leute schmeißen hier ja alles einfach an den Rand.“ Klarer Fall: Wenn’s um die Nordbahntrasse geht, sind die Wuppertaler zuweilen etwas ungeduldig.

Doch was die Offensive gegen den Müll auf der Trasse angeht, haben die Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) und der Eigenbetrieb Straßenreinigung Wuppertal (ESW) bislang Wort gehalten: Obwohl die offizielle Widmung der Trasse zum städtischen Verkehrsweg noch aussteht, werden jetzt in einem ersten Schwung jetzt die ersten 60 Müllkörbe entlang der Trasse installiert.

Es handelt sich um ausrangierte Abfalleimer aus Eisen, die in den Innenstädten von Barmen und Elberfeld abgebaut worden sind. Sie wurden aufgearbeitet und werden im Abstand von etwa 400 Metern an ein Meter hohe in Fundamente betonierten Pfählen montiert. Unter anderem hängen die blaugraugestrichenen Müllkörbe am Mirker und am Ottenbrucher Bahnhof — beliebte und bekannte Einstiegsstellen für Trassen-Besucher.

Weil der ausgebaute Teil der Nordbahntrasse bekanntlich weiter wächst, haben die ESW weitere knapp 100 Müllkörbe im Depot, um irgendwann die gut 22 Kilometer lange Strecke inklusive der Tunnel bestücken zu können. Mitarbeiter des Wichernhauses übernehmen die Leerung — zweimal in der Woche oder „nach Bedarf“, sagt ESW-Straßenreinigungschef Martin Bickenbach: „Die Nordbahntrasse ist uns ans Herz gewachsen.“

Er geht fest davon aus, dass die Benutzer des Wegs, die Körbe auch nutzen. Bickenbach: „Alles andere, wäre ja auch ziemlich daneben.“