Wuppertal Bewegung warnt vor Sturzgefahr auf der Trasse

Wuppertal Bewegung warnt vor Sturzgefahr auf der Trasse

Sorge um die Verkehrssicherheit: Vorstand berichtet von Skater-Unfällen.

Wuppertal. Wie sicher ist die Nordbahntrasse — und wann steht sie auf voller Länge zwischen Vohwinkel und Schee zur Verfügung? Zu beiden Fragen gab es aus Sicht der Wuppertal Bewegung am Montag in der Pauluskirche Antworten. Der Vorstand richtete eine deutliche Kritik an die Stadt und warnte eindringlich vor der Sturzgefahr für Skater.

Vor gut 200 Mitgliedern des Vereins ging es um die Streifen aus hellen Pflastersteinen, die den Asphalt der Nordbahntrasse immer wieder unterbrechen. Sie sollen einerseits das Tempo auf dem Weg drosseln und andererseits sehbehinderten Menschen als Orientierung dienen (die WZ berichtete). Diese beiden Ziele seien zwar „aller Ehren wert und ganz wichtig“, betonte Vereinsvorstand Carsten Gerhardt.

Andererseits bedeuteten die Pflasterstreifen eine erhebliche Gefahr gerade auch für Skater: „Es werden sich an diesen Stellen in den nächsten Jahren sehr viele Menschen verletzen.“

Zwei Mal habe man versucht, die Stadt davon abzubringen, den „schönen, neuen Asphalt“ auf der Trasse auf diese Weise zu unterbrechen, sagte Gerhardt. Aber die Bedenken würden nach wie vor „bewusst ignoriert“. Mittlerweile habe man von mehreren Stürzen an den „Skaterbarrieren“ erfahren. In einem Fall habe sich eine Frau nach eigenem Bekunden fast eine Querschnittslähmung zugezogen.

Unterbrechungen in dieser massiven Form gebe es auf anderen Trassen nicht, sagte der 1. Vorsitzende und sorgte in der Pauluskirche für spontane Diskussionen. Ein Zuhörer riet dem Vorstand zu einer Musterklage, um Klarheit zu schaffen und die Stadt doch noch zum Einlenken zu bringen.

Die WZ hat die Stolperkanten im September zum Thema gemacht und die Stadt um eine Stellungnahme gebeten. Demnach sind die Streifen als Blindenleitsystem — in Abstimmung mit dem Behindertenbeirat — eine Voraussetzung für die EU-Förderung. Man bitte um Verständnis und habe sich schon auf die nötigsten Markierungen beschränkt. Die Diskussion geht damit in die nächste Runde.

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