Die Polizei fährt auf der Trasse Streife

Jedes Ziel auf dem Rad- und Wanderweg ist für Einsatzkräfte auf Motorrädern und in Streifenwagen zu erreichen. Der Dienst auf Fahrrädern steckt noch im Aufbau.

Wuppertal. Während die Pflasterstreifen im Asphalt der Nordbahntrasse für Diskussionen sorgen — wie berichtet, sieht die Wuppertal Bewegung dort eine erhebliche Sturzgefahr für Skater —, hat die Polizei bei der Jahreshauptversammlung des Vereins ihr Konzept für den Rad- und Wanderweg vorgestellt: Demnach steckt der Streifendienst auf Fahrrädern in Zeiten knapper Kassen und begrenzter Personalressourcen immer noch im Aufbau. Aber es sind regelmäßig Polizisten auf Motorrädern und in Streifenwagen auf und an der Nordbahntrasse unterwegs.

Noch ist die Trasse zwar noch nicht offiziell als Verkehrsweg gewidmet, aber die große Resonanz erfordert schon jetzt Polizeipräsenz. Und die sei auch gewährleistet, erklärt Markus Pilters, Bezirksdienstbeamter und Trassenkoordinator für die Polizeiwache Barmen: Jeder Abschnitt der bereits ausgebauten Trasse sei für Dienstwagen und Kräder problemlos erreichbar — inklusive der Tunnelanlagen wie am Dorp.

Wie Pilters der Wuppertal Bewegung berichtete, beobachtet die Polizei grundsätzlich mehr Fahrradfahrer im Stadtgebiet, was auch an der Nordbahntrasse liege. Und es gibt auch Zahlen: Liefen dort im Jahr 2011 noch sieben Einsätze auf, waren es 2012 zwölf und in diesem Jahr bereits 29 Einsätze. Das umfasse allerdings das gesamte Spektrum von der Fundsache über Streitigkeiten bis hin zum Unfall, der auf der Trasse aber nach wie vor die Ausnahme sei. Das Geschehen an den umstrittenen Pflasterstreifen halte man im Blick. Persönlich hätte sich auch Pilters an diesen Stellen „andere Lösungen vorstellen können.“ Aus Polizeisicht habe es dort noch keine Einsätze gegeben.

Die Polizei verfügt derzeit über acht Fahrräder, die zum Teil in Münster angekauft wurden, weil die Kollegen dort auf Pedelecs mit Elektroantrieb umsteigen. „Die Trasse darf kein Angstraum werden“, betonte Pilters bei der Versammlung.

In jedem Fall sind auch die Wuppertaler Fahrradpolizisten mit Helm unterwegs, und man hofft dienstintern auf finanzielle und personelle Unterstützung für die Streifen auf der Trasse. Das gilt zum Beispiel dann auch für die passende Dienstkleidung, die unterwegs erst noch getestet werden muss.

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