Schüler-Plakate gegen Drogen

Schüler des Berufskollegs am Kothen werben mit Plakaten für das Theaterstück „Welche Droge passt zu mir?“

Kothen. Sina Emde zeigt stolz ihr Plakat: „Welche Droge passt zu mir?“ — diese provokante Frage hat sie in die Maske einer bekannten Internet-Suchmaschine getippt. Darüber prangt in bunten Buchstaben — ganz im Stil der Vorlage — das Schlagwort „Drogen“. Die 21-jährige Schülerin ist zufrieden: „Ich wollte ein aussagekräftiges Plakat haben, das man gleich mit dem Thema in Verbindung bringt“, sagt Sina Emde. Das scheint ihr gelungen zu sein — immerhin hat sie beim Plakatwettbewerb, den die Beratungsstelle für Drogenprobleme mit drei Klassen des Berufskollegs am Kothen ausgelobt hat, den ersten Platz belegt.

Jetzt kann also die Werbetrommel gerührt werden: Am 6. März feiert das Kinder- und Jugendtheater Wuppertal in Kooperation mit der Beratungsstelle für Drogenprobleme auf einer Fachtagung in der Stadthalle mit dem Präventionsstück „Welche Droge passt zu mir?“ Premiere.

Um die neue Produktion zu bewerben, ist Dieter Marenz an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt — ans Berufskolleg am Kothen. Dort musste er nicht lange fragen: Thomas Seibel ging mit seinen drei Ausbildungskursen für gestaltungstechnische Assistenten sofort ins Rennen. 60 Entwürfe lieferten die Schüler ab. Marenz: „Die Entscheidung fiel uns daher nicht leicht.“

Den zweiten Platz belegte Sascha Krämer — sein Plakat zeigt eine gesichtslose Frau. Alina Schessler wurde mit ihrem Motiv — ein Teller, auf dem allerlei Pillen liegen — Dritte. „Es hat mich schon angespornt, zu wissen, dass mein Entwurf später vielleicht veröffentlich wird“, verrät die 18-Jährige der WZ. Und genau das passiert jetzt auch: In Geschäften und an Schwebebahnhaltestellen will Marenz mit den drei Siegerplakaten für die Theaterproduktion werben.

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