Blaulicht Großeinsatz der Polizei am Gymnasium Sedanstraße in Wuppertal: Was wir bisher wissen

Update | Wuppertal · Der Polizei war gegen 10 Uhr eine „verdächtige Person“ gemeldet worden. Es kam zu massiven Verkehrseinschränkungen.

 Die Polizei ist mit großem Aufgebot am Gymnasium Sedanstraße. Der Bereich ist weiträumig abgesperrt.

Die Polizei ist mit großem Aufgebot am Gymnasium Sedanstraße. Der Bereich ist weiträumig abgesperrt.

Foto: Katharina Rüth

Die Polizei war am heutigen Freitag, 19. April, mit einem Großaufgebot am Gymnasium Sedanstraße in Barmen. Dort sei gegen 10 Uhr eine „verdächtige Person“ von einer Schülerin gemeldet worden. Das geht aus einer nun veröffentlichten Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft hervor. Die Person sollte nach Angaben der Zeugin möglicherweise bewaffnet gewesen sein.

Die Schüler werden nun aus dem Gebäude geführt.

Die Schüler werden nun aus dem Gebäude geführt.

Foto: Katharina Rüth

Die Polizei begann sofort mit umfangreichen Ermittlungs- und Suchmaßnahmen in der Schule und auf dem Schulgelände. Der Bereich um die Schule wurde dazu großräumig abgesperrt.

„Wir sind mit starken Kräften vor Ort“, sagte eine Sprecherin auf WZ-Nachfrage. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Nach WZ-Informationen waren SEK- und BFE-Kräfte (Beweissicherung und Festnahmen) ebenfalls vor Ort. Die Feuerwehr hatte ein großes Betreuungszelt aufgebaut, für den Fall, dass es Verletzte gab.

Die ersten Schüler wurden von den Einsatzkräften gegen 12.40 Uhr aus dem Gebäude geführt. Busse standen bereit, die die Kinder evakuieren sollten. Sie wurden in die Kirche St. Antonius gebracht. Dort wurden sie mit ihren Eltern und Familienangehörigen zusammengeführt. Gegen 13.40 Uhr waren alle Schüler aus dem Gebäude raus. Es gab keine Verletzten, alle sind sicher.

Großeinsatz am Wuppertaler Gymnasium Sedanstraße​
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Großeinsatz am Wuppertaler Gymnasium Sedanstraße

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Foto: Katharina Rüth

Notfallseelsorger waren ebenfalls vor Ort.

Laut bisherigen Erkenntnissen seien die Umstände hinsichtlich der gemeldeten „verdächtigen Person“ noch weiterhin völlig unklar. Die Schule und das Gelände wurden abgesucht, es wurde jedoch nichts gefunden. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei Düsseldorf, die einsatzführend war. Nun würden weiterhin Eltern und Schüler betreut. Weitere Ermittlungen zu dem Fall sollen folgen, hieß es weiter.

Für Angehörige hatte die Polizei im Einwohnermeldeamt, Steinweg 20, eine Anlaufstelle eingerichtet. Die Stadtverwaltung hatte das Einwohnermeldeamt geschlossen, alle Termine wurden abgesagt. Das bestätigte Stadtsprecherin Ulrike Schmidt-Keßler auf WZ-Nachfrage.

Auch Kräfte der WSW waren vor Ort. Aufgrund der großen Anzahl an Fahrzeugen kam es in dem Bereich zu massiven Verkehrseinschränkungen. So waren der Steinweg, die Sedanstraße, Oberdörnen, Parlamentstraße und Teile des Mühlenwegs in Richtung Gymnasium gesperrt. Eine weitläufige Umfahrung wurde empfohlen.

Am heutigen Freitag, 19. April, hätten Schülerinnen und Schüler auch ihre Abiturprüfungen in den Fächern Biologie, Chemie, Physik und Informatik schreiben sollen. Rund 700 Schüler werden am Gymnasium Sedanstraße von 55 Lehrerinnen und Lehrer unterrichtet.

Laut Mitteilung des NRW-Schulministeriums wurden die Abiturprüfungen nach Absprache mit der Polizei abgebrochen. Die Prüfungen werden am vorgesehenen Nachschreibtermin für diese Fächer nachgeholt.

Nach der Entwarnung am Gymnasium Sedanstraße hat Oberbürgermeister Uwe Schneidewind der Schulgemeinde und den Einsatzkräften seinen tiefen Dank für ihr besonnenes, professionelles Verhalten ausgesprochen. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt am Freitagnachmittag hervor.

„Gottseidank hat sich der Verdacht letztendlich nicht bestätigt. Trotzdem war es sehr beruhigend zu verfolgen, wie gut vorbereitet, ruhig und entschlossen alle gehandelt haben, um zu jedem Zeitpunkt die Sicherheit aller Schülerinnen und Schüler und der Lehrkräfte zu gewährleisten“, erklärte Schneidewind.

„Ein ganz besonderer Dank gilt den Einsatzkräften der Polizei für ihren schnellen Einsatz und ihre effektive Koordination, um in dieser herausfordernden Situation die Lage schnell unter Kontrolle zu bringen. Aber natürlich auch den unterstützenden Kräften der Feuerwehr, den Wuppertaler Stadtwerken, der Sankt Antonius Kirchengemeinde und der Verwaltung.

Ich wünsche allen von dieser Ausnahmesituation Betroffenen und ihren Familien und Freunden gute Erholung und den Abiturienten hoffentlich bald ungestörte erfolgreiche Abi-Klausuren.“

Weitere Informationen folgen.

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