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Modulbau für Wuppertaler Sportplatz an der Grundstraße

Sportstätten : Modulbau für die Grundstraße

Sportplatzgebäude kostet jetzt 1,3 Millionen Euro. In Kürze sollen die Arbeiter anrücken, bis Weihnachten soll es fertig sein.

Es wird teurer, doch nach dem Beschluss des Rates und der erfolgten Auftragsvergabe sind die letzten Steine für den Bau des Sportplatzgebäudes an der Grundstraße aus dem Wege geräumt. Wobei Stein nicht ganz das richtige Wort ist, denn das Gebäude soll in Modulbauweise entstehen. Voraussichtlich in zwei Wochen soll die Schweizer Firma DM-Bau, Spezialist für derartige Bauten, anrücken, um es auf der Rasenfläche neben dem Sportplatz zu errichten. Vier Pflöcke, die die spätere Lage des zehn mal 40 Meter großen Gebäudes markieren, sind bereits eingeschlagen.

„Bis Weihnachten soll alles fertig sein, und dann sollen die Vereine einziehen können, das hat mir das Unternehmen versichert“, sagt Frank Benecke. Er betreut als Projektleiter für das Städtische Gebäudemanagement (GMW) die Maßnahme von der Ausschreibung bis zur Fertigstellung.

Steigerung der Baukosten
vom Rat abgesegnet

Während der eigentliche Sportplatzbau mit Kunstrasenspielfeldern, Tartanlaufbahn und Zuwegung im Kostenrahmen geblieben war, war die ursprünglich kalkulierte Summe von knapp einer Million Euro für das Sportplatzhaus nicht zu erreichen gewesen. Das kam angesichts der allgemeinen Baukostensteigerung nicht überraschend. 1,3 Millionen Euro kostet es nun. Dadurch haben sich die Gesamtbaukosten für die Sportanlage von kalkulierten 2,7 Millionen auf 3,05 Millionen Euro erhöht“, erläutert Thomas Hornung, stellvertretender Leiter des Sportamtes. Die Politik wurde informiert und segnete das im Rat ab, der Vertrag mit dem Auftragnehmer wurde vor rund vier Wochen unterschrieben. Wie berichtet, soll die Finanzierung aus Mitteln des NRW-Programms Gute Schule und aus der Sportpauschale erfolgen. Hornung führte auch die Gespräche mit dem CSI Milano, der auf dem Platz beheimatet ist und die Pflegeverantwortung hat, sowie den Fußballern von Hellas Wuppertal, die nach Fertigstellung des Sportplatzhauses als zweiter Verein dort einziehen sollen.

Hellas folgt erst
zum Jahresende

Danach soll der Sportplatz Clausewitzstraße, wo Hellas bisher spielt, aufgegeben werden. „Das Gespräche verlief sehr harmonisch“, so Hornung. „Alles paletti“, sagt auch Concetta Mulé, Vorsitzende des CSI-Milano, die mit dem Kunstrasen den Traum ihres verstorbenen Vaters Angelo Mulé verwirklicht sieht. Sie erwartet das neue Sportplatzgebäude ebenfalls schon sehnsüchtig. „Bis dahin müssen wir noch zusammenrücken“, sagt sie. Lediglich die zwei Kabinen im alten Sportplatzhaus und kaum Nebenräume stehen dem Verein bis dahin zur Verfügung. Dabei gebe es inzwischen wieder fünf Jugendmannschaften, wozu der neue Kunstrasen sicherlich beigetragen habe. Momentan sei es angesichts des Platzmangels sehr anstrengend, den Betrieb zu organisieren.

Sechs Kabinen und Räume
für zwei Vereine

Im neuen Sportplatzhaus soll es insgesamt sechs Kabinen geben, plus dazugehöriger Duschräume und Toiletten, eine Schiedsrichter-Kabine, zwei Material- und zwei Vereinsräume sowie eine öffentliche Toilette und eine behindertengerechte Toilette.

Der laufende Betrieb auf dem Sportplatz soll durch die Baummaßnahme nicht gestört werden. Frank Benecke: „Zunächst wird ein Fundament gegossen, darauf kommen dann die vorgefertigten Module, die vor Ort nur montiert werden. Durch das große Tor neben dem alten Sportplatzhaus gibt es auch einen eigenen Zugang.“

Einen Kasten für den Elektroanschluss gibt es bereits, der wurde im Zuge der bisherigen Arbeiten installiert. Sämtliche Installationen in dem Modulbau sind Sache der Baufirmen. „Wir stellen dann die Anschlüsse ans Kanal- und Wassernetz ab einem Meter vor dem Gebäude sicher“, so Frank Benecke. Am kommenden Donnerstag will er sich vor Ort mit einem Vertreter von DM-Bau treffen, um Details abzusprechen, bevor es losgeht.