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Dormagen investiert in den Ferien: Fünf Millionen für Sanierung

Sanierungen in Dormagen : Stadt investiert in ihre Gebäude

Während der Sommerferien lässt die Stadt an einer Vielzahl von Gebäuden, darunter an allen Schulen, arbeiten.

Quer über das Stadtgebiet verteilt laufen derzeit umfangreiche Arbeiten in städtischen Gebäuden – von der Grundschule und den weiterführenden Schulen bis zu anderen Einrichtungen der Stadt – Bürgerhäuser, Kitas, Feuerwehr- oder Friedhofsgebäude. Dabei spielt ausgerechnet die Corona-Pandemie der Stadt in die Hände. Gab es in den vergangenen Jahren immer wieder die Situation, dass die Stadt zwar Finanzmittel zur Verfügung hatte, aber parallel vor dem Problem stand, überhaupt Firmen zu finden, so ist dies in diesem Jahr nicht der Fall. „Der Zeitraum, der für Sanierungen zur Verfügung steht, ist viel größer und daher ist es unproblematisch gewesen, Fachfirmen zu verpflichten“, sagt Stadtsprecher Max Laufer.

Insgesamt werden in diesem Jahr rund fünf Millionen Euro in die Bauunterhaltung investiert, etwa 44 Prozent aller Sanierungsmaßnahmen entfallen dabei auf die städtischen Schulen.

Eine weitere Besonderheit im Vergleich zu den Vorjahren gebe es jetzt in der Corona-Pandemie, wie Volker Schwach, Teamleiter im Bereich Technisches Gebäudemanagement beim Eigenbetrieb der Stadt Dormagen, erklärt: „Durch die coronabedingten Schulschließungen konnten wir bereits vor den Ferien zahlreiche Projekte in Angriff nehmen.“ Dazu zählen etwa eine neue Akustikdecke in der Mensa der Sekundarschule sowie der Schulhof der Bertha-von-Suttner Gesamtschule. Da an der Nievenheimer Gesamtschule hinter einem gemauerten Windfang seit Jahren ein Vandalismus-Schwerpunkt lag, wurde dieser kurzfristig entfernt. Ein Schwerpunkt der Arbeiten liegt an allen Schulstandorten die Montage von zahlreiche Datenanschlüssen für digitale Medien. Mit Geldern von Bund und Land kann die Stadt die Schulen mit XXL-Bildschirmen und iPads ausstatten, von hoher Bedeutung ist dabei eine leistungsfähige, schnelle Datenübertragung in den Schulen.

Wo in diesen Tagen noch gearbeitet wird: Gestrichen wird in der Theodor-Angerhausen-Schule in der Stadtmitte, der Schule am Kronenpützchen in Straberg und der Erich-Kästner-Schule (Mitte). Eine neue Akustikdecke bekommt die Christoph-Rensing-Schule in Horrem. In der Friedensschule im Haus Nievenheim wird eine Trockenbauwand demontiert, in der Delrather Henri-Dunant-Schule werden Fenster in der Sporthalle saniert. Das Leitungsbüro der Stürzelberger St.-Nikolaus-Schule wird umgebaut und die Mensa erweitert. „Hier war schlicht die Kapazitätsgrenze erreicht“, wie Schwach vom Eigenbetrieb erläutert.

„Bau-Sorgenkind“ Sekundarschule steht an erster Stelle

Auch an den weiterführenden Schulen wird gearbeitet. Ganz oben auf der Liste steht dabei die Großbaustelle Sekundarschule, das große „Bau-Sorgenkind“ der Stadt. „Die Sanierung wird weiter mit Hochdruck vorangetrieben“, sagt Max Laufer, „dort finden während der Sommerferien etwa Arbeiten zur Betonsanierung und der Einbau von Fenstern in einem Gebäudeteil statt.“

Im Schulzentrum Hackenbroich werden Toiletten saniert und eine Sonnenschutzfolie verbaut, um der Hitzeentwicklung während der Sommermonate entgegenzuwirken. Denn am Leibniz-Gymnasium und an der Realschule gibt es im Sommer massive Probleme mit viel zu hohen Raumtemperaturen. Um nicht in die Gebäudesubstanz einzugreifen sowie um eine schnelle und preiswerte Lösung dafür zu erreichen, erhalten die Fenster in den der Sonnenseite zugewandten Klassenräume Schutzfolien, die verhindern sollen, dass sich das Innere so stark aufheizt und das Lernen in einer ordnungsgemäßen Atmosphäre verhindert. An zwei Gebäuden des Standorts der Bertha-von-Suttnber-Gesamtschule in Nievenheim werden die Sonnenschutz-Vorrichtungen erneuert; ferner wird in Gebäude vier den alte Humminoppen-Bodenbelag entfernt und ein neuer Boden gelegt.