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Für Abriss der Gebäude auf Wuppertaler Hardt gibt es keinen Aufschub

Schulpolitik : Rat zur Hardt: Es bleibt beim Abriss

Der Abriss des Schulgebäudes auf der Hardt ist und bleibt beschlossene Sache. Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat einen Antrag der Fraktion Die Linke abgelehnt, ein zusätzliches, unabhängiges Gutachten zur Asbest/Schadstoffbelastung der Gebäude der ehemaligen Pädagogischen Hochschule auf der Hardt in Auftrag zu geben.

Nach einer sachlich geführten Debatte stimmten die Linken und die Freien Wähler für den Antrag. Mit 71:8-Stimmen fiel die Ablehnung deutlich aus. Für die Linke hatte Bernhard Sander auf die geschichtliche Bedeutung der Pädagogischen Hochschule für den Neubeginn der demokratischen Ausrichtung in der Lehrerausbildung hingewiesen. „Es wurde kein Asbest in der Raumluft festgestellt, man kann nur von einer potenziellen Belastung sprechen. Warum beginnt man mit dem Abriss der Unterrichtsgebäude? Man will Fakten schaffen“, kritisierte Sander. Marc Schulz (Grüne), Ludger Kineke (CDU), Klaus Jürgen Reese (SPD) und Karin van der Most (FDP) hielten mit einer Vielfalt von Argumenten dagegen. Marc Schulz verwies darauf, dass der Ursprung der Hochschule nicht auf der Hardt, sondern in der Grundschule Thorner Straße zu finden sei. Ludger Kineke wies auf die desolate Haustechnik des Gebäudes hin. Klaus Jürgen Reese und Karin van der Most widersprachen Bernd Sander darin, dass sich der Carnaper Platz als Ausweichfläche für eine Containerschule eigne. Hauptargument für die Ablehnung des Antrags: Ein weiterer Zeitverlust bis zur Sanierung des Johannes-Rau-Gymnasiums und der Gesamtschule Else sei den Schülern nicht mehr zuzumuten. ab